Freizeit/Liebe
Artikel vom 01.11.2014

Mückenschutz - so haben Mücken keine Chance

Mückenschutz – warum manche Menschen häufiger von Mücken umgarnt werden als andere? Foto: djd
Mückenschutz – warum manche Menschen häufiger von Mücken umgarnt werden als andere? Foto: djd

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Warum manche Menschen häufiger Ziel von Mückenattacken sind.
  • Was vorbeugend hilft.
  • Was Sie tun können, wenn Sie gestochen wurden.

Ein hoher Summ-Ton in den Ohren, ein kurzer Pieks und unendlicher Juckreiz hinterher – ein Mückenstich. Das hat wohl jeder von uns schon einmal erlebt und es macht uns gerade im Sommer besonders zu schaffen. Die einen mehr die anderen weniger – warum manche mehr als andere gestochen werden, wer hat sich das nicht schon einmal gefragt?

Effektiver Mückenschutz

Nicht selten hört man „Mücken mögen Menschen mit süßem Blut lieber“. Was sie jedoch eher anlockt, ist der Duft-Cocktail unserer Haut. Es handelt sich hierbei also vielmehr um den Geruch unserer Haut, einen Mix aus Schweiß, Milchsäurebakterien, Aminosäuren, Buttersäure und dem CO2-Gehalt. Auch können Mücken uns durch unseren Atem bzw. den Wasserdampf und das darin enthaltene CO2 orten.

„Mach das Licht aus, sonst kommen die Mücken rein!“

Doch das ist weit gefehlt, denn Mücken werden durch unsere Raumbeleuchtung eher verwirrt. Die nachtaktiven Tiere beginnen uns also erst zu stechen, sobald das Licht wieder ausgeschaltet ist. Da Mücken sich, wie andere Insekten auch, am Licht des Mondes orientieren, werden sie von unserer Raumbeleuchtung von ihrer regulären Flugbahn abgelenkt. Schalten wir das Licht aus suchen sie weiterhin nach „Beute“ – unserem Blut, das sie für ihren Nachwuchs benötigen.

Die Attacken der Mücken sind auch abhängig von der Luftfeuchtigkeit, der Außentemperatur, der Farbe und Helligkeit der Umgebung.

2 Mücken in Großaufnahme. Foto: shutterstock.com
Mückenschutz – warum manche Menschen häufiger von Mücken umgarnt werden als andere? Foto: djd

Mücken sind wahre Arbeitstiere

Im kurzen Leben einer Mücke liegt einiges an Arbeit vor ihr. Da sie gerade einmal ca. 3 Wochen lebt, nutzt sie diese Zeit, um möglichst viel Blut zu sammeln. Alle 3 Tage legt das Tier dann Eier ab, aus denen die Larven schlüpfen. Mücken können auch in harten Wintern Temperaturen bis zu minus 20 Grad überleben.

Was kann man vorbeugend gegen Mückenattacken tun?

Wenn es darum geht, einen ungestörten Schlaf zu haben, ist der beste Schutz noch immer ein Fliegengitter am Fenster oder ein Netz, das sich um das Bett herum anbringen lässt. Möchte man jedoch einen Abend im Freien oder eine Wandertour genießen, so kann man auf Insektenschutzmittel zurückgreifen. Wichtig ist dabei, dass man das Ganze in Maßen nutzt. Es gibt Insektenschutzmittel, die den Wirkstoff DEET enthalten, dieser ist vor allem für Kinder, Schwangere und Allergiker eher ungeeignet, aber auch für gesunde Menschen sollte man hier auf eine großflächige und häufige Nutzung verzichten. Dieser Stoff ist nanotoxisch und kann Reizungen der Augen und der Schleimhäute hervorrufen. Hierzu hat der Deutsche Allergie- und Asthma Bund e.V. verschiedene Mittel geprüft und nur wenige haben den Anforderungen Stand gehalten. Alternativ gibt es Schutzmittel mit dem Wirkstoff Icaridin dieser ist verträglicher. Forscher arbeiten inzwischen an einem CO2-Blocker, der uns als Menschen quasi in Bezug auf das CO2, das wir ausatmen, „unsichtbar“ macht.

Bei Kindern sollte man vor allem in den ersten beiden Jahren ganz auf Insektenschutzmittel verzichten. Passende Kleidung sowie Schutznetze für Kinderwagen und Betten sind hier empfehlenswert.

Ein paar Tipps für Kleidung und die Verwendung von Insektenschutzmitteln auf den Punkt gebracht:

  • Weite Kleidung eignet sich besser als eng anliegende, denn Mücken stechen auch durch enge Kleidung hindurch.
  • Beim Aufenthalt im Freien möglichst festes Schuhwerk und zweckmäßige Kleidung tragen, gerade im Wald können außerdem Zecken eine mögliche Gefahr sein.
  • Insektenschutzmittel nur bei Bedarf  nutzen– eine langfristige und großflächige Nutzung ist eher nicht empfehlenswert. Besonders bei bestehenden Allergien und empfindlicher Haut ist Vorsicht geboten.
  • Nach dem Auftragen der Schutzmittel Hände waschen, um den Kontakt mit den Augen zu vermeiden.
  • Auf übermäßig süße Deodorants verzichten

Was tun, wenn man doch gestochen wurde?

Hat es die Mücke doch geschafft zu stechen, dann helfen in erster Linie alt bewährte Hausmittel, wie eine halbe Zwiebel auf die Einstichstelle zu halten oder kalte Umschläge mit Essig oder schwarzem Tee. Sollte sich der Stich doch entzünden, helfen leichte Cortison-Präparate aus der Apotheke.

Ein erstes Mittel gegen den Juckreiz kann jedoch auch schon eigener Speichel gemischt mit etwas Kochsalz, zur Desinfektion, sein.

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