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Grabpflege - den Aufwand gering halten

Grabpflege gibt es bei Naturbestattungen nicht, dennoch kann ein Namensschild angebracht werden. Foto: djd/FriedWald
Grabpflege gibt es bei Naturbestattungen nicht, dennoch kann ein Namensschild angebracht werden. Foto: djd/FriedWald

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Welche alternative Bestattungsformen es gibt.
  • Welche Vor- und Nachteile die Urnenbestattung hat.
  • Wie Sie eine aufwändige Grabpflege vermeiden.

Keine Grabpflege bei Naturbestattungen

Gerade ältere Menschen, die sich um Bestattungen mehr Gedanken machen, als die jüngere Generation, möchte den Verwandten eine umfangreiche Grabpflege nicht zumuten. Aus diesem Grund entscheidet sich mehr als ein Drittel der Befragten einer Forsa-Umfrage für eine Urnenbestattung. Der Grund ist klar: Ein Erdbestattungs-Grab macht viel Arbeit. Dabei müssen Blumen  gepflegt und gegossen werden, Laub muss entfernt und die Erde gelockert werden. Je älter man wird, umso höher kann die Belastung werden, weil gesundheitliche Probleme dazukommen können. Eine Urnenbestattung bedeutet da eine geringere Grabpflege.

Naturbestattungen: überschaubare Grabpflege

Da aber für viele eine Urnenwand auf dem Friedhof als unpersönlich und kalt gilt, werden Naturbestattungen immer gefragter. Sogenannte Bestattungswälder ermöglichen es, Gräber direkt in die Natur einzubetten. Dabei wird die Asche unter einem Baum beigesetzt, der im Vorfeld für Ehe- und Lebenspartner, für Geschwister und für Freunde ausgewählt werden kann. Ein Baum kann dabei bis zu zehn Ruhestätten aufnehmen. Preislich liegen die Gräber ab 490 Euro aufwärts. Eine besondere Grabpflege ist hier nicht nötig, der Wald bietet einen würdigen und natürlichen Rahmen für die Trauer der Hinterbliebenen.

Anonymität: Nein Danke

Nun könnte man auf den Gedanken kommen, dass solche Baumgräber anonym sind und den Toten nicht entsprechend würdigen. Das ist nicht der Fall. Das Unternehmen FriedWald hat sich auf Baumbestattungen spezialisiert und bietet dabei sowohl Gräber ohne Hinweisschilder an, wie auch Gräber, die den Namen und die Geburts- und Sterbedaten der Menschen enthalten, die hier zur letzten Ruhe gebettet wurden. Hier richtet man sich natürlich nach den Wünschen der Hinterbliebenen.

Die Forsa-Umfrage hat dabei ergeben, dass gerade unter den Jüngeren der Wunsch nach dem Namen auf dem Grab besteht. Über die Hälfte der 18- bis 29-jährigen möchte an einem Ort bestattet werden, an dem sich Hinterbliebene an einen erinnern können. Bei dieser Altersgruppe ist auch der Wunsch nach alternativen Bestattungsformen am größten.

Einen solchen Bestattungswald kann man im Vorfeld kennenlernen und sich durch den zuständigen Förster zeigen lassen. Der Wald ist ein naturbelassenes Areal, das auf 99 Jahre angelegt ist. Wie sich die dortigen Bestattungen von den gewöhnlichen Beisetzungen unterscheiden, wie eine Zeremonie aussehen kann und wie Gräber ausgewählt werden können, das kann man bei regelmäßig stattfindenden Führungen erfahren. Unter Friedwald.de oder unter der Telefonnummer 06155-848-200 kann man sich anmelden und online sogar virtuell den Wald kennenlernen.

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verfasst am 31.08.2011