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FriedWald-Bestattungswald: Letzte Ruhe im Baumgrab

Fragen zum Bestattungswald an den Fachmann: Ein Förster erklärt bei einer kostenlosen Führung, wie man ein Baumgrab auswählt und wie eine Beisetzung im FriedWald ablaufen kann. Foto: djd/FriedWald
Fragen zum Bestattungswald an den Fachmann: Ein Förster erklärt bei einer kostenlosen Führung, wie man ein Baumgrab auswählt und wie eine Beisetzung im FriedWald ablaufen kann. Foto: djd/FriedWald

An den Wurzeln von Bäumen die letzte Ruhestätte zu finden, das ist für immer mehr Menschen eine tröstliche Vorstellung. Doch wie unterscheidet sich eine Bestattung in der Natur eigentlich von einer herkömmlichen Beisetzung auf einem Friedhof? Wie sieht es in einem Waldgebiet aus, das als FriedWald-Bestattungswald ausgewiesen ist? Auf welche Weise wird der Baum ausgewählt, unter dem man später einmal beigesetzt wird? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt es bei einer kostenlosen Führung durch einen Förster.

Zwei Führungen im Bestattungswald pro Monat

Aus einem Stück Wald wird erst in einer Kooperation von FriedWald - einem Unternehmen, das sich auf Naturbestattungen spezialisiert hat - mit Kommunen und Forstverwaltungen ein FriedWald-Bestattungswald. Derzeit gibt es 35 Standorte in ganz Deutschland (Stand März 2011). Die jeweiligen Gemeinden sind auch Träger der Standorte, die zuständigen Forstverwaltungen übernehmen ihre Pflege. Außerdem betreuen die verantwortlichen Förster Gäste vor Ort. Sie führen diese an zwei Samstagen pro Monat durch den Bestattungswald und erklären beispielsweise, wie man sich schon zu Lebzeiten ein Baumgrab reservieren lassen kann. Für Ehe- und Lebenspartner oder Freunde kann der gemeinsam ausgewählte Partnerbaum eine Alternative sein. Die Preise für ein solches Grab beginnen bei 770 Euro für einen Platz an einem Gemeinschaftsbaum.

Virtuell durch den Bestattungswald wandeln

Die einstündige Waldführung ist eine Mischung aus Spaziergang und Informationstour. Unterwegs wird auch Station an einem Mustergrab gemacht und das FriedWald-Konzept erklärt, exemplarisch wird hier der Ablauf einer Beisetzung nachvollzogen. Diese Bestattungsform kann individuell mit den gewünschten Ritualen gestaltet werden, dadurch entwickelt sie sich zu einem besonderen Ereignis. Unter Telefon 06155-848-200 oder unter www.friedwald.de kann man sich zu einer Führung mit einem Förster anmelden. Alternativ gibt es die Möglichkeit, mit Hilfe eines Films auf der Homepage virtuell durch einen solchen Bestattungswald zu wandeln und die besondere Atmosphäre einer Baumbestattung kennenzulernen.

Für eine bessere Welt

Mit einer FriedWald-Bestattung wird auch ein Zeichen für die Natur und den Umweltschutz gesetzt. Die Einäscherung und Beisetzung erfolgen in einer biologisch abbaubaren Urne. Deshalb wurde diese Art der Bestattung schon 2006 vom Greenpeace-Magazin in die "57 Tipps für eine bessere Welt" aufgenommen. Ein weiterer Grund für diese Entscheidung: Ein Bestattungswald ist ein naturbelassenes Waldareal, dessen Fortbestand durch ein auf 99 Jahre angelegtes, waldschonendes Baumbestattungskonzept gesichert ist.

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verfasst am 25.03.2011