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Artikel vom 22.06.2017

Grill-Tipp: Forellen räuchern in 4 Schritten

Forelle räuchern - ganz einfach auf dem Grill.
Der Grill als Räucherofen: Mit ein paar Tipps gelingt frisch geräucherter Fisch im Handumdrehen. Foto: djd/www.cobb-grill.de

Es müssen nicht immer Grillwurst oder Schweinebauch sein: Hausgemachter Bacon, Pulled Pork oder geräucherter Fisch - es gibt viele schmackhafte Rezepte zum Räuchern auf dem Grill. Doch viele glauben, dass es schwierig ist und dass man viel Zusatzausrüstung benötigt. Das stimmt aber nicht: Um etwa Forellen zu räuchern, brauchen Sie nicht mehr als Grill, Deckel, Räuchermehl und natürlich die Fische selbst. Wir erklären Schritt für Schritt wie es geht.

1. Feinschmecker-Tipp: Für die Geschmacksträger sorgen

Das Räuchern ist vor allem wegen der charakteristischen Aromen so reizvoll. Zudem werden die Forellen dabei auf niedrigen Temperaturen so schonend gegart, dass sie schön saftig bleiben. Wichtig für Räucher-Anfänger sind die passenden Zutaten: hochwertiges Räuchermehl und nach Wunsch weitere Geschmackszutaten wie aromatisierte Pellets. Zuerst das Räuchermehl in Alufolie einschlagen und zu einem Päckchen falten, die Ränder dabei schön fest einknicken. Dann das Päckchen mit einer Gabel oder einem dünnen Holzspieß auf der Oberseite mehrfach einstechen, damit sich beim Räuchern die Aromen entfalten können.

Köstlich geräucherter Fisch wird noch warm serviert.
Selbst geräucherter Fisch, noch warm serviert, ist eine besondere Delikatesse. Foto: djd/www.cobb-grill.de

2. Feinschmecker-Tipp: Den Grill vorbereiten

Mit wenigen Handgriffen wird der Grill in einen kompakten "Räucherofen" umfunktioniert. Mit einem Cobb-Grill zum Beispiel kann man ganz einfach und lecker räuchern - und das bei allen Modellen. Zur Vorbereitung des Räuchervorgangs den Grill anzünden und die Briketts durchglühen lassen. Das Päckchen mit dem Räuchermehl wird dann auf der Glut platziert. Wichtig dabei: Die Löcher des Päckchens sollten selbstverständlich nach oben aufliegen, damit sich die Dämpfe entfalten können und kein Räuchermehl direkt in die Glut fällt.

3. Feinschmecker-Tipp: Die Forellen schonend räuchern

Forellen eignen sich sehr gut zum Räuchern, ebenso auch Saiblinge oder Bodenseefelchen oder für die ganze Familie auch mal eine Lachsseite. Forellen brauchen zum Räuchern rund anderthalb Stunden, Lachs etwas länger. Etwas Geduld ist also beim Räuchern gefragt, aber das Warten lohnt sich. Wenn möglich, die Forellen auf dem Rücken räuchern, so bleiben die Fische schön saftig. Während des Räuchervorgangs sollten Sie den Deckel des Grills geschlossen halten, eine erste Sichtkontrolle können Sie nach etwa 75 Minuten vornehmen. Ist die Fischhaut schön goldbraun und lässt sich das Fleisch einfach lösen, ist die Forelle durch.

4. Feinschmecker-Tipp: Forellen ruhen lassen und dann verfeinern

Nach dem Räuchern sollten Sie den Fisch noch etwa fünf Minuten ohne Deckel auf dem Grill lassen. Dann direkt lauwarm genießen, zum Beispiel mit einem Stück Brot und einem knackigen Salat dazu. Und noch ein Tipp für Genießer: Beim Räuchern etwa von Forellen lassen sich zusätzliche Aromen erzeugen, indem man den Graben des Grills mit Flüssigkeit befüllt. Grillexperte Jochen Gruschke: "Bier lässt sich sehr gut für einen besonderen Aroma-Kick nutzen." Und wer bereits vorher gegrillt hat, kann oft einfach die Resthitze nutzen, um etwa Forellen zu räuchern. Hat der Deckel eine Wärme, dass man gerade noch die Hand darauf halten kann, kann das Räuchern starten.

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