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Traditionelle Hochzeitsbräuche und ihre Bedeutung

Traditionelle Hochzeitsbräuche prägen die Feier. Foto: djd/Maritim Hotelgesellschaft mbH
Traditionelle Hochzeitsbräuche prägen die Feier. Foto: djd/Maritim Hotelgesellschaft mbH

In diesem Artikel erfahren Sie

  • warum die Braut über die Schwelle getragen wird.
  • welche Hochzeitsbräuche es sonst noch gibt.

Zusätzlich halten wir für Sie bereit:

Vom Polterabend bis zum Geldstück im Schuh der Braut: Mit dem Ja-Wort verbinden sich unzählige traditionelle Hochzeitsbräuche, die sich sogar von Region zu Region unterscheiden können. Etwas Aberglaube ist immer dabei: Traditionell sollten die Bräuche das Brautpaar vor Unheil und bösen Geistern schützen. Aber ebenso symbolisieren die Traditionen die Liebe der beiden Partner, Treue, Gesundheit, Fruchtbarkeit, Wohlstand und vieles mehr. Viele der traditionellen Hochzeitsbräuche sind bis heute lebendig – auch wenn ihre ursprüngliche Bedeutung längst in den Hintergrund getreten ist.

Der Polterabend

Beim Polterabend geht es darum, durch das Zerbrechen von Porzellan viel Glück für die Ehe zu garantieren. Durch das laute Poltern sollen böse Geister vertrieben werden. Nicht nur Porzellan geht dabei zu Bruch, auch Steingut, Blumentöpfe oder Keramikartikel, wie Fliesen, Waschbecken oder Toilettenschüsseln können verwendet werden. Aber: Glas darf keinesfalls zerbrochen werden, denn dies symbolisiert Unglück.

Reis werfen

Das Werfen von Reis gehört zum Ja-Wort einfach dazu. Auch bei dieser Tradition geht es um böse Geister, die besänftigt werden sollen. Nach anderen Interpretationen soll der geworfene Reis einen reichen Kindersegen, immer währendes Glück und Reichtum garantieren.

Brautstrauß werfen

Dieser Hochzeitsbrauch zählt sicherlich zu den bekanntesten: Die Braut wirft ihren Brautstrauß unter die umstehenden, unverheirateten Frauen. Die Frau, die den Strauß auffängt, soll demnach nächste heiraten. Ob dies immer klappt?!

Blumenkinder

Viele wissen nicht, dass das Streuen von frischen Blumen oder Blütenblättern eine uralte Tradition ist, die noch auf heidnische Bräuche zurückgeht. Demnach sollen durch den Duft der Blumen Fruchtbarkeitsgöttinnen angelockt werden, die dem Brautpaar reichlich Nachwuchs bescheren.

Altes, Neues, Geliehenes, Blaues

Eine Braut sollte vier Dinge am Hochzeitstag bei sich haben: Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues.

Über die Schwelle tragen

Immer wieder böse Geister: Diese können beispielsweise an der Schwelle lauern, sobald die junge Braut das neue Heim betreten will. Nach einem alten Aberglauben gönnen die bösen Geister der frisch gebackenen Ehefrau nicht ihr Glück. Deshalb trägt der Bräutigam die Braut beschützend über die Schwelle.

Die Brautschuhe mit Cent-Münzen bezahlen

Früher sparten Mädchen bereits in ihrer Schulzeit für den späteren Haushalt. Bezahlte eine Braut ihre Brautschuhe mit Pfennigen, so war das für den zukünftigen Ehemann die Garantie für eine sparsame, treue und beständige Ehefrau. Ein Brauch, der auch heute noch lebendig ist – auch wenn aus den Pfennigen heute Cent-Stücke geworden sind.

Geldstück im Brautschuh

Auch dies ein alter Brauch: Steckt die Braut ein kleines Geldstück in ihrem Brautschuh, dann wird das Geld in der Ehe niemals ausgehen.

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen über Hochzeitsbräuche.

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verfasst am 23.06.2010