Gesund und vital
Artikel vom 27.02.2017

Zeckenstich, was tun? Die besten Tipps für danach und davor

Im Frühling ziehen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen Mensch und Tier ins Freie, etwa in den eigenen Garten oder die Natur. Doch dort wird man schon längst erwartet von einem der ältesten Parasiten der Welt: der Zecke. Zecken können beim Blutsaugen gefährliche Krankheitserreger übertragen, allen voran das FSME-Virus und Borrelien. Können Zecken beißen? Nein, Zecken stechen! Auch wenn viele umgangssprachlich den Begriff Zeckenbiss verwenden, ist es wissenschaftlich gesehen nicht die richtige Bezeichnung. Hat man sich die Zecke eingefangen, ist es wichtig zu wissen, wie man sich "danach" verhält. Wir haben die wichtigsten Tipps zum Thema Zeckenentfernung für Sie zusammengestellt.

Nahaufnahme einer Zecke auf einem Blatt auf einer Wiese.
Zecken können bis zu 50 verschiedene Krankheitserreger übertragen, darunter Borreliose-Bakterien oder auch FSME-Viren. Vorsorge ist daher das A und O. Foto: djd/www.zecken.de
Zeichnung zeigt das Innere des Körpers bei einem Zeckenstich.
Die FSME-Viren werden durch den Speichel der Zecken in die Wunde übertragen. Nach dem Stich verteilt sich der Erreger über die Blutbahn im Körper. Foto: djd/www.zecken.de

Zeckenstich, was tun? Vier Tipps für "nach dem Zeckenstich":

1. Tipp: Zecke möglichst schnell entfernen

Wenn eine Zecke den Weg auf Ihre Haut gefunden und zugestochen hat, sollten Sie die Zecke möglichst schnell entfernen. Spezielle Zeckenkarten dafür können Sie in der Apotheke oder im Drogeriemarkt kaufen.

2. Tipp: Vorsichtig rausziehen

Beim Rausziehen achten Sie darauf, dass die Zecke nicht zerquetscht wird und dass das Stechorgan mit herausgezogen wird.

3. Tipp: Wunde desinfizieren

Die Wunde sollten Sie nach dem Entfernen der Zecke auf jeden Fall desinfizieren, um weitere Infektionen zu vermeiden. Ist der Stechapparat stecken geblieben, wird dieser in der Regel nach einiger Zeit von der Haut abgestoßen.

4. Tipp: Einstichstelle beobachten

Die Einstichstelle sollten Sie weiterhin in den nächsten Wochen beobachten. Bei Schwellungen oder Rötungen sowie grippeähnlichen Symptomen ist sofort der Arzt zu konsultieren.

Vorsorge ist besser als Nachsorge! Nach Möglichkeit sollte man es erst gar nicht zum Stich kommen lassen.

Sechs Tipps, wie Sie einen Zeckenstich vermeiden können:

Ein Opa ist mit seinem Enkel im Grünen unterwegs und schaut auf einen Kompass.
So beugt man Zeckenstichen vor: Neben der richtigen Kleidung, dem Einsprühen mit Repellents und dem gründlichen Absuchen des Körpers nach Zecken kann auch ein Impfschutz vorbeugen, nach einem Zeckenstich an FSME zu erkranken. Foto: djd/www.zecken.de
Eine Familie mit zwei Kindern geht im Grünen spazieren. Alle tragen lange Klamotten.
Im Wald oder auf Wiesen mit hohem Gras fällt es Zecken besonders leicht, sich vom potentiellen Opfer abstreifen zu lassen. Lange Hosen beispielsweise machen den Spinnentieren ihren Überfall aber deutlich schwerer. Foto: djd/Pfizer/www.zecken.de

1. Tipp: Lange Hosen tragen

Im Wald oder auf Wiesen mit hohem Gras fällt es Zecken besonders leicht, sich vom potentiellen Opfer abstreifen zu lassen. Lange Hosen machen den Spinnentieren ihren Überfall aber deutlich schwerer. Tragen Sie den Hosensaum am besten in den Socken, dann gibt es noch weniger Angriffsfläche.

2. Tipp: Wenig Angriffsfläche zeigen

Tragen Sie neben der langen Hose auch geschlossenes Schuhwerk und die Kleidung so, dass möglichst viel Haut bedeckt ist.

3. Tipp: Helle Kleidung

Tragen Sie möglichst helle Kleidung, denn darauf sind die schwarzbraunen Spinnentiere gut zu erkennen und Sie können sie schnell entfernen.

4. Tipp: Duftstoffe zur Abschreckung

Verwenden Sie zur unterstützenden Zeckenabwehr Duftstoffe, sogenannte Repellents. Repellents sind Wirkstoffe, die von einem Organismus über den Geruchssinn wahrgenommen werden und ihn abschrecken.

5. Tipp: Körper absuchen

Trotz aller Vorsicht kann es passieren, dass sich die Zecke auf Ihren Körper setzt oder sogar sticht. Aufgrund eines betäubenden Sekrets, das der Parasit in die Haut absondert, bleibt dies meist unbemerkt. Suchen Sie daher Ihren Körper und gegebenenfalls Ihr Haustier nach dem Aufenthalt in der Natur gründlich nach Zecken ab!

6. Tipp: Impfschutz

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt zur FSME-Impfung beraten. Die Impfung trägt dazu bei, das FSME-Infektionsrisiko deutlich zu verringern. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie in den FSME-Risikogebieten, wie etwa in weiten Teilen Bayerns, Baden-Württembergs, Südhessens und dem südöstlichen Thüringen leben.

Abbildung zeigt 7 FSME Vorsorgemaßnahmen.
Vorsorge ist besser als Nachsorge. So kann man Zeckenstiche vermeiden und FSME vorbeugen. Foto: djd/www.zecken.de

Mehr zum Thema Zeckenstich und Vorsorge erfahren Sie hier. Besonders schön wird das Thema auf Zeckenschule.de aufbereitet, eine Website speziell für Kinder und Eltern.

Entdecken Sie mehr Menschen, die eine Leidenschaft für Außergewöhnliches und einfach Schönes in der Natur haben, auf "Leidenschaft Natur".

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