Gesund und vital
Artikel vom 25.04.2017

Was tun, wenn man nicht schlafen kann? 9 Tipps gegen Schlaflosigkeit

Erholsamer Schlaf ist vergleichbar mit dem Laden des Akkus bei elektrischen Geräten. Neigt sich die Kapazität dem Ende zu, ist kaum noch Leistung möglich. So ähnlich verhält es sich auch beim Menschen. Während des erholsamen Nachtschlafes finden zahlreiche wichtige Regenerations- und Erneuerungsprozesse im Körper statt. Laut der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) leiden jedoch 4,8 Millionen Deutsche an behandlungsbedürftigen Schlafstörungen. Vielen Betroffenen gelingt es nur schwer, sich aus dem Teufelskreis "Aufwachen, Ärgern, Wachliegen" zu befreien. Die US-Schauspielerin Andie McDowell schaffte es beispielsweise, mithilfe von Yoga-Übungen ihre Schlafprobleme zu überwinden. Was man noch dagegen tun kann, wenn man nicht schlafen kann, zeigen unsere Tipps.

Eine ältere Dame liest im Bett, während ihr Mann Müsli auf der anderen Seite im Bett isst.
Für Menschen mit Schlafproblemen sollte das Bett nur für zwei Dinge da sein: zum Schlafen und für die Liebe. Foto: djd/thx

1. Tipp: Nicht ärgern, sondern aufstehen

Wer sich schlaflos hin und her wälzt, wird dabei immer wacher. Experten empfehlen stattdessen, aufzustehen und sich mit ruhigen, monotonen Dingen wie Bügeln oder Staubwischen zu beschäftigen, bis die Müdigkeit kommt.

2. Tipp: Einen festen Rhythmus finden

Wer nicht schlafen kann, sollte versuchen, zu regelmäßigen Zeiten ins Bett zu gehen und aufzustehen. Wichtig: den Rhythmus auch am Wochenende und an arbeitsfreien Tagen beibehalten.

Eine ältere Frau schläft mittags auf dem Sofa.
Viele Schlaflose versuchen, ihren Schlummer am Tag nachzuholen und verwirren damit die innere Uhr noch mehr. Foto: djd/Getty

3. Tipp: Leichte Kost bevorzugen

Fettige, scharfe, blähende Speisen und Rohkost wie Salat belasten den Verdauungstrakt und vertreiben den Schlaf. Daher fettarme und leicht verdauliche Nahrungsmittel bevorzugen, zum Beispiel eine feine Suppe oder ein Glas Milch.

4. Tipp: Auf natürliche Hilfe bauen

Wer am nächsten Tag fit sein muss, kann sich einen "Hangover" nicht leisten. So nennt man die benommen machende Wirkung vieler chemischer Schlafmittel über die Nacht hinaus. Natürliche Arzneimittel dagegen senken, am frühen Abend eingenommen, den Blutspiegel des Stresshormons Kortisol, entspannen und beruhigen, ohne benommen zu machen.

5. Tipp: Bettverhalten überprüfen

Manche Menschen machen am liebsten alles im Bett. Fernsehen, lesen, lernen, arbeiten, essen und natürlich auch streiten. Für Personen mit Schlafproblemen sollte die Schlafstatt aber nur für zwei Dinge da sein: zum Schlafen und für die Liebe.

Eine blonde Frau mit geschlossenen Augen legt sich die Hand auf das Gesicht.
Wer am nächsten Tag fit sein muss, kann sich einen Hangover nicht leisten. Foto: djd/Getty

6. Tipp: Matratze checken

Treten neben Schlaflosigkeit auch Kopfschmerzen, Muskelverspannungen oder eingeschlafene Gliedmaßen auf, sollten die Matratze und das Kopfkissen auf Abnutzungserscheinungen überprüft und gegebenenfalls erneuert werden.

7. Tipp: Mittagsschlaf abschaffen

Viele Menschen haben nach der Mittagsmahlzeit ein Leistungstief und halten ein Nickerchen. Wichtig: Wenn man nachts nicht schlafen kann, sollte solches "Vorschlafen" am Tag vermieden werden.

8. Tipp: Hobbys und soziale Kontakte pflegen

Ein guter Freundeskreis und erfüllende Hobbys sorgen für Lebensfreude. Wer gedrückter Stimmung ist, neigt dagegen zum Grübeln, das vom Schlafen abhält. Der so entstehende Schlafmangel drückt wiederum auf das Gemüt.

9. Tipp: Sport zur richtigen Zeit treiben

Sport ist gesund und fördert den Schlaf. Allerdings sollen sportliche Aktivitäten nicht spät am Abend stattfinden, da sie den Stoffwechsel anregen und so den Schlaf vertreiben können.

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