Gesund und vital
Artikel vom 30.06.2017

Schmerzen in der Hüfte: 6 Tipps für Arthrose-Patienten

Schmerzen in der Hüfte frühzeitig behandeln.
Bei Arthrose in der Hüfte fällt das Aufstehen aus tiefen Sesseln oder Sofas oft schwer. Foto: djd/Sanofi/thx

Arthrose gilt als weltweit häufigste Gelenkerkrankung. Das Alter ist dabei ein starker Risikofaktor für die Entwicklung des Leidens, wie das Robert Koch-Institut berichtet. Mit zunehmenden Lebensjahren können demnach spezifische Änderungen in nahezu allen Gelenken des Körpers beobachtet werden. Neben Knien, Wirbelsäule und Händen sind besonders häufig die Hüften betroffen. Typisch sind dann Bewegungseinschränkungen und Schmerzen in der Hüfte, die die Lebensqualität massiv einschränken. Doch die richtigen Maßnahmen können helfen, Beschwerden zu lindern, den Verlauf der Erkrankung zu verlangsamen und den Alltag leichter zu bewältigen. Hier die 6 wichtigsten Tipps:

1. Tipp: Belastungen reduzieren

Schweres Heben und Tragen kann zu einer Überlastung des betroffenen Gelenks führen. Bei Schmerzen in der Hüfte sollten Sie daher auf Hilfsmittel wie Trolleys, Gepäckwagen, Sack- und Schubkarren zurückgreifen. Auch Übergewicht belastet und sollte mittels einer fett- und kalorienarmen Kost mit wenig Fleisch und viel Obst und Gemüse reduziert werden. Viele Kurse zu Ernährungsberatung werden auch von Krankenkassen bezuschusst.

Schmerzen in der Hüfte mit schonenden Bewegungen vorbeugen.
Schonende Bewegung wie beispielsweise Schwimmen hält die Gelenke mobil und unterstützt die Nährstoffversorgung. Foto: djd/Sanofi/thx

2. Tipp: Schonend bewegen

Körperliche Aktivität hält die Gelenke mobil und sorgt für die Nährstoffversorgung des Knorpels. Günstig sind Sportarten mit sanften, gleichmäßigen Bewegungsabläufen wie Schwimmen, Walken, Gymnastik, Krafttraining, Skilanglauf, Radfahren. Vermeiden sollte man bei Schmerzen in der Hüfte sportliche Tätigkeiten wie Fußball, Tennis, Squash oder Langstreckenläufe.

3. Tipp: Schmerzen behandeln

Wer ständig unter Schmerzen in der Hüfte leidet, neigt oft dazu, Schonhaltungen einzunehmen oder sich kaum noch zu bewegen, was die Arthrose verschlimmern kann. Sprechen Sie darum mit Ihrem Arzt über eine geeignete Therapie. Neben herkömmlichen Schmerzmitteln kommen auch Hyaluronsäure-Injektionen infrage. Hier haben sich besonders hochmolekulare, speziell vernetzte Hyaluronsäuren wie Synvisc bewährt, die lange im Gelenk verbleiben. Dort können sie die verlorengegangene Schmier- und Pufferfunktion wiederherstellen, Schmerzen langfristig lindern und den Krankheitsverlauf bremsen.

4. Tipp: Entspannt ruhen

Verzichten Sie auf tiefe und sehr weiche Sessel und Sofas, die das Aufstehen erschweren. Das Einsinken behindert zudem Beweglichkeit und Positionswechsel. Eine feste Polsterung und höhere Sitzflächen sind daher besser. Beim Schlafen sollten alle, die Schmerzen in der Hüfte haben, in Seitenlage auf der gesunden Seite liegen und zur Entlastung ein Kissen zwischen die Oberschenkel legen.

 

5. Tipp: Im Alltag beweglich bleiben

Langes Verharren in einer Position ist ungünstig für die Gelenke. Wechseln Sie daher möglichst häufig zwischen sitzenden, stehenden und gehenden Tätigkeiten und Haltungen. Kleine Gymnastik-Übungen für zwischendurch finden Sie beispielsweise auch hier.

6. Tipp: Gehhilfen nutzen

Auch wenn viele Patienten mit Schmerzen in der Hüfte solche Hilfen lieber vermeiden - ein Gehstock kann die Gewichtsbelastung auf der betroffenen Seite deutlich reduzieren und Beschwerden positiv beeinflussen. Auch Nordic Walking- und Wanderstöcke sind bei entsprechenden Aktivitäten sinnvoll. Allerdings sollte man sich die korrekte Anwendung der Hilfsmittel von einem Physiotherapeuten bzw. einem Trainer genau erklären lassen.

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