Gesund und vital
Artikel vom 03.05.2017

8 Tipps wie Sie Ihr LDL-Cholesterin senken können

Ein Mann mit Badekappe ist in einem Schwimmbad.
Öfter mal Abtauchen: Schwimmen gehört zu den Sportarten, die sich positiv auf das LDL-Cholesterin und damit auf das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung auswirken. Foto: djd/Sanofi/thx
Eine Frau liegt auf einem Sofa und fasst sich ans Herz, während eine jüngere Frau telefoniert.
Ein Herzinfarkt kommt oft überraschend. Wer seine LDL-C-Werte kennt und rechtzeitig behandelt, kann vorbeugen. Foto: djd/Sanofi/T.Gladiskikh/123rf
Eine junge Frau bespricht einen Therapieplan mit einer Ärztin.
Lässt sich das LDL-Cholesterin mit gängigen Therapien nicht ausreichend senken, müssen mit dem Arzt moderne Behandlungsalternativen besprochen werden. Foto: djd/Sanofi/thx

Hohe Werte des "schlechten" Cholesterins (LDL-C) gehören zu den Hauptrisikofaktoren für Atherosklerose. Die Arterienverkalkung kann lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Herzinfarkt und Schlaganfall, begünstigen. Wie hoch der Wert des LDL-Cholesterins sein darf, hängt vom Herz-Kreislauf-Gesamtrisiko ab. Dies wird von weiteren Einflüssen bestimmt - dazu gehören Alter, Geschlecht und Rauchverhalten ebenso wie Bluthochdruck und Diabetes. Wenn einer oder mehrere dieser Faktoren vorliegen, gilt man bereits als Hochrisikopatient.
Zur Gruppe der besonders Gefährdeten zählen Menschen, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben oder an einer koronaren Herzkrankheit leiden. Patienten, bei denen eine genetisch bedingte familiäre Hypercholesterinämie (FH) vorliegt, können bereits in jungen Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleiden. Damit es nicht soweit kommt, ist es für sie wichtig, ihr LDL-Cholesterin zu senken. Diese 8 Tipps können helfen:

1. Tipp: Cholesterinwerte kennen

Lipidexperten empfehlen bereits jungen Menschen, ihr LDL-C beim Arzt bestimmen zu lassen, um Risiken möglichst früh zu erkennen. Dies gilt insbesondere dann, wenn bei Verwandten ersten Grades bereits frühzeitig ein Herzinfarkt oder Schlaganfall aufgetreten ist. Hier erfahren Sie, was unter einer familiären Hypercholesterinämie (FH) zu verstehen ist.

2. Tipp: Gefährdung realistisch einschätzen

Viele Betroffene sind sich ihres Herz-Kreislauf-Risikos nicht bewusst. Die Broschüre "Cholesterin - Risiken verstehen und vermeiden" klärt auf und enthält einen Test, der als Basis für ein Arztgespräch dienen kann.

3. Tipp: Kontrolltermine einhalten und Lipidprofile erstellen

Beim Arzt sollten Patienten mit erhöhtem oder behandlungsbedürftigem LDL-C regelmäßig überprüfen lassen, ob sich ihre Werte erwartungsgemäß entwickeln.

4. Tipp: Medikamente regelmäßig einnehmen

Hohe Cholesterinwerte tun nicht weh. Die Behandlung mit Standardmedikamenten wie Statinen kann indes von Unverträglichkeiten begleitet sein. Bei Problemen sollten Patienten das Gespräch mit dem behandelnden Arzt suchen. Er kennt möglicherweise Behandlungsalternativen, wie etwa die so genannten PCSK9-Hemmer, mit denen sich laut ersten Studien eine bis zu 60-prozentige Senkung des LDL-Cholesterins erreichen lassen kann.

5. Tipp: Ernährungsstil ändern

Die Umstellung auf eine ballaststoffreiche, vollwertige Kost, die eher ungesättigte als gesättigte Fettsäuren enthält, kann zur Verbesserung der LDL-C-Werte beitragen.

6. Tipp: Rauchgewohnheiten überdenken

Wie Untersuchungen ergaben, schädigt Zigarettenrauch die Elastizität der Gefäße und beeinflusst die Blutzirkulation negativ. Zudem haben Raucher generell mehr LDL-C im Blut.

7. Tipp: Körperlich aktiv werden

Aktivität kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken und das Gewicht reduzieren. So wirkt sich Bewegung in doppelter Hinsicht positiv auf die LDL-C-Werte aus. Neben Bewegung im Alltag, wie Treppensteigen oder zügigem Gehen, sind Wandern, Walken, Laufen, Schwimmen, Tanzen oder Skilanglauf besonders geeignet.

8. Tipp: Werte im Blick behalten

Zu einem guten Cholesterin-Management gehört es auch, auf den Blutdruck, den Blutzucker und das Körpergewicht zu achten. Der Arzt hat die Möglichkeit, alle relevanten Messergebnisse im Therapiepass einzutragen, der kostenfrei heruntergeladen werden kann.

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