Ernährung
Artikel vom 20.01.2017

Säurebildende Lebensmittel? Nein danke!

Ein Frau schneidet lachend Tomaten und im Hintergund befindet sich eine Obst- und Gemüseschale.
Obst- und Gemüse liefern wertvolle Mineralstoffe, die im Stoffwechsel zum Abbau von Säure benötigt werden. Foto: djd/Basica
Eine Frau trägt draußen lachend einen Sack mit Obst.
Obst ist eine gute Variante für einen schmackhaften Snack zwischendurch und kann Backwaren ersetzen. Foto: djd/Basica

Deutschland ist ein Land der Fleischesser. Obwohl sich immer mehr Menschen für eine vegane Ernährung interessieren, verzehren immer noch rund 85 Prozent der Deutschen jeden Tag Fleisch. Damit werden große Mengen an tierischem Eiweiß aufgenommen. Milchprodukte, Eier und Fisch, die ebenfalls viel Eiweiß enthalten, kommen noch hinzu. Sie alle sind säurebildende Lebensmittel. Bei einer derartigen Eiweiß-Überernährung wird der Körper ständig mit Säure belastet. Die dadurch gestörte Säure-Basen-Balance kann den Energie-Haushalt belasten. Betroffene können schnell gestresst und weniger leistungsfähig sein. Die Infektanfälligkeit kann steigen, auch die Gelenke können schmerzen. Typisch sind auch Veränderungen an der Haut, den Haaren oder den Nägeln.

Tipp 1 für den Säure-Basen-Ausgleich: Ernährung anpassen

Wer den Verzehr säurebildender Lebensmittel einschränken möchte, muss nicht komplett auf Fleisch, Wurst und Fisch verzichten. Häufig reicht es schon, die Mengenverhältnisse umzukehren. "Machen Sie das Gemüse zur Hauptsache und Fleisch zur Beilage", rät die Heilpraktikerin Mathilde Füssel-Wittwer aus Oberstaufen. Denn Obst, Gemüse und Salat liefern basische Mineralstoffe. Diese können die Säure neutralisieren und so einen ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt fördern. Die Ernährungsexpertin rät zu einem Verhältnis von 20 Prozent säurelastigen zu 80 Prozent basenbildenden Lebensmitteln. Dabei gilt es auch die Menge an verzehrten Teig- und Backwaren zu reduzieren, denn Getreideprodukte wirken im Organismus ebenfalls sauer. Lebensmittel, die sauer schmecken, müssen übrigens nicht zwangsläufig säurebildend sein. So enthalten beispielsweise Zitrusfrüchte besonders viele organisch gebundene Mineralstoffe, die basisch wirken und so den Säureabbau unterstützen.

Tipp 2 für den Säure-Basen-Ausgleich: Basische Mineralstoffe zuführen

Um den Körper beim Abbau von überschüssiger Säure zu unterstützen, kann die Zufuhr eines gut verträglichen Basenpräparates wie etwa Basica aus der Apotheke sinnvoll sein. Nach der Erfahrung von Heilpraktikerin Füssel-Wittwer liefert es dem Körper basische Mineralstoffe und Spurenelemente, welche die Übersäuerung ausgleichen und den strapazierten Stoffwechsel entlasten können. Wie eine aktuelle Placebo-kontrollierte Studie der Charité Berlin zeigt, kann bereits die vierwöchige Einnahme eines Basenpräparates dafür sorgen, dass dem Körper mehr Basen zur Verfügung stehen, um Säure zu neutralisieren. Zugleich kann durch die Einnahme von Basen der Kohlenhydrat-Stoffwechsel und damit der Energie-Stoffwechsel verbessert werden. Ein Säure-Basen-Rechner hilft zu erkennen, ob die eigene Ernährung eher säure- oder basenüberschüssig ist.

Tipp 3 für den Säure-Basen-Ausgleich: Säureabbau unterstützen

Bei der Umstellung auf eine basenbildende Ernährung kommt den ausscheidenden Organen eine besondere Bedeutung zu. Denn Nieren, Lunge und Haut sorgen dafür, dass überschüssige Säure aus dem Körper transportiert werden kann. Um die Nierenfunktion zu aktivieren und Säure über den Urin auszuschwemmen, ist es nach der Empfehlung von Mathilde Füssel-Wittwer beispielsweise ratsam, mindestens zwei Liter pro Tag zu trinken - vorzugsweise Mineralwasser oder Kräuter- und Früchtetee. Zusätzlich tragen regelmäßige Bewegung, körperliche Aktivität und Schwitzen zur Entsäuerung bei. Denn mit dem Atem und dem Schweiß werden Säure und Schadstoffe vom Organismus nach außen abgegeben. Dementsprechend kann auch ein Saunagang entschlackend und zugleich entspannend wirken.

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