Glaukom-Vorsorge: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt
In diesem Artikel erfahren Sie:
- Warum die Glaukom-Vorsorge so wichtig ist.
- Wer zu der Risikogruppe einer Glaukom-Erkrankung gehört.
- Wie eine Glaukom-Operation vermieden werden kann.
Mehr als eine Million Deutsche leiden Schätzungen zufolge an einem Glaukom ("Grüner Star"). Beinahe jedem zehnten Betroffenen droht mit zunehmendem Alter sogar die Erblindung. Das Problem ist, dass nur wenige von ihrer Erkrankung wissen, da diese unauffällig verläuft und keine Schmerzen verursacht.
Spätestens ab 40 zur Glaukom-Vorsorge
"Die Schädigung der Netzhaut beziehungsweise der Sehnervenfasern beginnt in Bereichen, die vom Sehzentrum etwas entfernt sind", erläutert Dr. Volker Rasch, Facharzt für Augenheilkunde aus Potsdam. Außerdem sei der Gesichtsfeldausfall nicht gleich vollständig, sondern beginne allmählich. Deshalb sei es eine Früherkennung wichtig. Praktisch jeder jenseits der 40 sei ein potenzieller Patient. Ab diesem Lebensalter sollte man daher einmal pro Jahr die Glaukom-Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt vornehmen lassen. Bei einer Glaukom-Vorsorgeuntersuchung wird der Augeninnendruck gemessen. Wird ein Glaukom früh genug erkannt, lässt es sich sehr gut behandeln. Dies geschieht in der Regel durch eine Augendruckabsenkung mit Augentropfen. Zu einer Glaukom-Operation, so Dr. Rasch, werde erst dann geraten, wenn sich mit Tropfen der Augeninnendruck nicht ausreichend senken lasse.
Anlage zum Glaukom ist erblich
Die Anlage zum Glaukom ist erblich. Eine erhöhte Gefahr besteht deshalb für Menschen, bei denen Familienmitglieder bereits an einem Glaukom erkrankt sind. In diesem Fall sollte man den Augeninnendruck bereits vor dem 40. Lebensjahr vom Augenarzt regelmäßig überprüfen lassen. Solche Vorsorgeuntersuchungen werden von den Kassen nicht übernommen. Mit einer privaten Augenzusatzversicherung kann man sich die Kosten für die entsprechenden Checks aber ganz oder teilweise ersetzen lassen. "Eine solche Zusatzversicherung sollte Leistungen für augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen enthalten, aber auch Leistungen für Sehhilfen", rät Kathrin Sorger von den Ergo Direkt Versicherungen. "Außerdem sollte die Zusatzversicherung eine Sehschärfenkorrektur mittels Laseroperation unterstützen und bei unfallbedingter Erblindung einspringen."
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verfasst am 05.10.2012

































