Spendensiegel: Beim Spenden auf Nummer Sicher gehen

Spendensiegel: Hilfe, die direkt bei Bedürftigen ankommt: Spender sollten bei Hilfsorganisationen auf Spendensiegel und Transparenz Wert legen. Foto: djd/Aktion Deutschland Hilft e.V.
Spendensiegel: Hilfe, die direkt bei Bedürftigen ankommt: Spender sollten bei Hilfsorganisationen auf Spendensiegel und Transparenz Wert legen. Foto: djd/Aktion Deutschland Hilft e.V.

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Was das Spendensiegel ist.
  • Wie Sie wirksam helfen können.
  • Woran Sie eine vertrauenswürdige Hilforganisation erkennen.

Ganz gleich ob nach einem Erdbeben, bei einer Überflutung oder akuten Hungersnöten: Im Katastrophenfall kommt es vor allem auf schnelle und effiziente Hilfe an. Im Vorteil sind hier zweifellos große Hilfsorganisationen, die oft über langjährige Erfahrung in dem jeweiligen Land verfügen und genau wissen, worauf es ankommt. Auch die Bundesbürger sind bereit, im Notfall schnell und unbürokratisch zu helfen: Ein jährliches Spendenaufkommen von über drei Milliarden Euro spricht für sich. Nach welchen Kriterien können Spender entscheiden, welcher Organisation sie ihr Geld anvertrauen sollen - und wo die Hilfe am besten wirkt?

Unabhängige Überprüfung der Hilfsorganisationen

Orientierung bieten hier unabhängige Prüfeinrichtungen wie das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI). Das DZI nimmt Organisationen, die weltweite Hilfsprojekte durchführen, genau unter die Lupe und prüft insbesondere, wie sinnvoll mit den Spendengeldern gewirtschaftet wird. Entsprechend großes Renommee genießt das "DZI Spenden-Siegel", das nur geprüften Hilfsorganisationen mit einer transparenten und ordnungsgemäßen Mittelverwendung verliehen wird. "Aktion Deutschland Hilft" beispielsweise hat erstmals im Juli 2008 das DZI-Spendensiegel erhalten - als erstes und bislang einziges DZI-zertifiziertes Hilfsbündnis.

Spenden werden effizient eingesetzt

Nach der Prüfung des Kostenaufwandes schätzt das DZI "Aktion Deutschland Hilft" als besonders förderungswürdig ein. Unter diesem Dach sind rund 20 namhafte Hilfsorganisationen aktiv. Das Ziel des Bündnisses lautet, im Katastrophenfall schnell alle Ressourcen zu bündeln und effizient zu helfen. Eine Zahl dazu: Von einem gespendeten Euro, den "Aktion Deutschland Hilft" zweckgebunden erhält, fließen 94 Cent an die Mitgliedsorganisationen für Hilfsprojekte vor Ort. 30 große Hilfseinsätze wurden so seit der Gründung im Jahr 2001 erfolgreich gemeistert.

Transparenzpreis für "Aktion Deutschland Hilft"

Erfolge, die sich auch in vielen Auszeichnungen widerspiegeln: So wurde Aktion Deutschland Hilft im Rahmen des Transparenzpreises 2010 von PricewaterhouseCoopers für ihre qualitativ hochwertige Berichterstattung ausgezeichnet. Zudem hat das Bündnis die Selbstverpflichtungserklärung der Initiative Transparente Zivilgesellschaft unterzeichnet.

Spenden-Siegel, hohe Transparenz und laufende Information sind wichtige Kriterien für eine vertrauenswürdige, wirtschaftlich arbeitende Hilfsorganisation. Unter www.aktion-deutschland-hilft.de gibt es weitere Informationen zu allen Projekten, unter www.dzi.de sind viele allgemeine Tipps für Spender abrufbar. Und wer direkt aktiv werden möchten: Unter dem gemeinsamen Spendenkonto 102030 bei der Bank für Sozialwirtschaft Köln ruft das Bündnis zu solidarischem Handeln im Katastrophenfall auf.

Eigene Hilfsaktionen online starten

Wer möchte, kann jetzt sogar eigene Spendenaktionen ins Leben rufen - zum Beispiel mit Freunden und Verwandten, im Kollegenkreis, im Verein oder auch als Schulklasse. Mit speziellen Online-Tools ist die eigene Aktion in weniger als fünf Minuten eingerichtet. Zunächst registriert sich der Nutzer mit einigen persönlichen Daten sowie dem Facebook- oder Twitter-Account. Dann wird das Thema der Spendenaktion ausgewählt und eine kurze Beschreibung verfasst. Jede Aktion erhält auf der Homepage eine Unterseite, die direkt angeklickt werden kann - ideal für eine Mail an alle Freunde oder für eine Info auf Facebook. Aktionszeitraum und selbst vorgegebenes Spendenziel dürfen nicht fehlen: Damit lässt sich per Online-Spendenbarometer stets verfolgen, ob die gewünschte Summe bereits erreicht ist. Anschließend ist sichergestellt, dass die Spenden an effizient arbeitende Hilfsprojekte fließen.

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verfasst am 31.08.2011

verfasst von Harald Müller

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