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Hygieneschulungen und Wasser: Jeder kann helfen

Hygieneschulungen: Dank der Welthungerhilfe kann diese äthiopische Frau ihr Recht in Anspruch nehmen, ohne zehn Kilometer zur nächsten Wasserstelle laufen zu müssen. Foto: djd/www.welthungerhilfe.de
Hygieneschulungen: Dank der Welthungerhilfe kann diese äthiopische Frau ihr Recht in Anspruch nehmen, ohne zehn Kilometer zur nächsten Wasserstelle laufen zu müssen. Foto: djd/www.welthungerhilfe.de

In 21 Projekten kümmert sich die Welthungerhilfe um sauberes Wasser und eine bessere Hygieneschulung

Wasser ist ein Menschenrecht. Das haben die Vereinten Nationen im vergangenen Jahr anerkannt und den Anspruch auf sauberes Wasser und eine sanitäre Grundversorgung in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aufgenommen. Doch für 900 Millionen Menschen weltweit ist dieses Menschenrecht nur Theorie. Braune Brühe statt blaues Gut, so sieht die Realität vielerorts aus - vor allem in ländlichen Regionen, aus denen die Korrespondenten der Welthungerhilfe in ihren Blogs in der Internet-Community 123WIR.org berichten. Das Menschenrecht auf Wasser, Sanitärversorung und eine Hygieneschulung kann also noch längst nicht jeder Mensch in Anspruch nehmen. Nach Angaben der Hilfsorganisation sterben jährlich 1,9 Millionen Menschen in Entwicklungsländern, weil sie sich aus schmutzigen Wasserlöchern oder seichten Flüssen versorgen müssen. Todesursache sind häufig Durchfallerkrankungen, die über verschmutztes Wasser übertragen werden. "Fehlender Zugang zu Wasser und mangelhafte Hygieneverhältnisse und eine fehlende Hygieneschulung gehören zu den größten Problemen des 21. Jahrhunderts. Es besteht eine enge Verbindung zwischen Wasserverfügbarkeit, Wasserqualität, menschlicher Gesundheit und wirtschaftlicher Produktivität", sagt Stephan Simon, Wasserexperte der Welthungerhilfe.

Menschenrecht auf Wasser:  Hygieneschulungen und Sanitärversorgung

Um diese Verbindung weltweit in einen besseren Einklang zu bringen und das Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung überall Realität werden zu lassen, fördert die Welthungerhilfe derzeit 21 Projekte in diesem Bereich mit einem Gesamtvolumen von 20 Millionen Euro. Damit kann die Hilfsorganisation die Lebensbedingungen von über 1 Million Menschen weltweit nachhaltig verbessern. Bei allen Projekten ist die Verbesserung der sogenannten WASH-Komponente (= Water, Sanitation and Hygiene) grundlegendes Handlungsprinzip. So wird dauerhaft sauberes Trinkwasser bereitgestellt und eine menschenwürdige Sanitärversorgung und Hygieneschulung garantiert. Spender erfahren über aktuelle Blogs in der Internet-Community 123WIR.org vom Fortgang der Arbeiten vor Ort. So kommen sie über das Internet mit den Projektleitern oder ihren Mitarbeitern in Kontakt und sind dank Fotos und Videos mitten im Geschehen. Ein regionaler Schwerpunkt wird auf den ländlichen Raum im südlichen und östlichen Afrika, etwa in Äthiopien, gelegt. Dabei steht das Menschenrecht auf Wasser im Mittelpunkt. Auf diese Weise soll Zugang zu sauberem Trinkwasser und eine ausreichende sanitäre Grundversorgung garantiert werden. In der Amhara-Region in Äthiopien, wo die sanitäre Situation so schlecht ist, wie sonst kaum auf der Welt, hat die Welthungerhilfe gemeinsam mit der einheimischen Bevölkerung 375 Trinkwasserversorgungsanlangen errichtet und bietet Hygieneschulungen an. Auf dem Land in Afrika und Asien bauen die Helfer und die Dorfbevölkerung gemeinsam Toilettenanlagen und Handwascheinrichtungen, um das Trinkwasser sauber zu halten. Kindern wird von klein auf beigebracht, wie sie sich richtig hygienisch verhalten, und auch Erwachsene können die Hygieneschulungen besuchen.

Zehn Euro sorgen für sauberes Wasser

Die ersten Erfolge der verschiedenen Maßnahmen, wie Hygieneschulungen, sind bereits spürbar: In der Region Amhara gingen die Krankheitsfälle zurück, die auf Mangel an sauberem Wasser zurückzuführen waren. Dort und in anderen Regionen, wie zum Beispiel in Pakistan, packt die Bevölkerung kräftig mit an, die Wasserqualität zu verbessern. Was im einzelnen geschieht, das ist zum Beispiel bei der Internet-Community 123WIR.org im Blog einer 27-jährigen Geographin nachzulesen. Sie hilft dabei, die Lebensbedingungen von Flutopfern in Pakistan zu verbessern. Die Bedeutung eines solchen Engagements ist auch hierzulande im Bewusstsein der Menschen präsent, wie eine Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov unter 1.000 Personen zeigt: Neun von zehn Deutschen fordern mehr Geld für Trinkwasser-Projekte in Entwicklungsländern, so lautet eins der Ergebnisse. Und jeder kann seinen Teil dazu beitragen, das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung wahr werden zu lassen: Mit nur zehn Euro im Monat ist es bei einigen Projekten der Welthungerhilfe möglich, den Unterhalt für eine Wasser-Zapfstelle (Pumpbrunnen) zu finanzieren, die etwa zehn Familien jeden Tag mit sauberem Trinkwasser versorgt. Mehr Informationen hierzu gibt es unter www.welthungerhilfe.de oder über die Blogs der Welthungerhilfe-Korrespondenten in der Internet-Community 123WIR.org.

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  • Afrika

verfasst am 28.06.2011