Vorsorge
Artikel vom 30.08.2016

Versicherungsschutz an Veränderungen anpassen

Jeder weiß, dass Versicherungen wichtig und sinnvoll sind. Der Gedanke, sich intensiv mit dem Versicherungsschutz zu beschäftigen, erscheint allerdings ähnlich attraktiv wie die Vorstellung, das Kleingedruckte eines Mobilfunkvertrags oder die Bedingungen des Energieversorgers zu studieren. Auf Veränderungen im Leben muss aber häufig auch mit Veränderungen im Versicherungsschutz reagiert werden.

Alter Mann mit Rollator vor Haus wird von Frau begleitet
Leben bedeutet Veränderung: Das gilt beispielsweise dann, wenn ein pflegebedürftiger Elternteil mit ins Haus zieht. Foto: djd/HDI
Familienauto wird mit Umzugskartons bepackt
Wer den ersten eigenen Haushalt gründet, bekommt auch viele gut gemeinte Ratschläge zum Thema Versicherungsschutz. Foto: djd/HDI
Frau schiebt Kinderwagen, nebenher fahren zwei Kinder auf Fahrrädern
Vor allem die Mitversicherung von Kindern sollte regelmäßig überprüft und eventuelle Lücken im Versicherungsschutz sollten geschlossen werden. Foto: djd/HDI
Eine Frau auf Sofa bedient Laptop
Unterstützung beim Sichten der Versicherungsverträge gibt es nun auf einem neuen Portal. Foto: djd/HDI

Versicherungsschutz: Leben bedeutet Veränderung

Meist läuft es so: Wer den ersten eigenen Haushalt gründet, bekommt viele gut gemeinte Ratschläge zum Thema Versicherungsschutz. Die Versicherungen werden dann häufig bei einem Versicherer abgeschlossen, mit dem Eltern oder Freunde gute Erfahrungen gemacht haben. Ab diesem Zeitpunkt schlummern viele Policen in der untersten Schublade und geraten in Vergessenheit. Leben bedeutet Veränderung. Aus der Studentenbude wird später die größere, gemeinsame Wohnung. Gesellt sich Nachwuchs dazu, lebt es sich im eigenen oder gemieteten Haus komfortabler. Die charmanten Möbel Marke Eigenbau und die günstigen Elektrogeräte, mit denen man den Start ins Erwachsenenleben gemacht hat, weichen hochwertigeren. Das Einkommen steigt, Schmuck und Wertsachen kommen hinzu. Sohn oder Tochter verbringen ein Jahr im Ausland, oder ein pflegebedürftiges Elternteil zieht mit ins Haus.

Im Leben ist also vieles in Bewegung - aber die Versicherungspolicen liegen noch immer unangetastet an ihrem angestammten Platz. Frank Manekeller, Leiter Haftpflicht-, Unfall-, Sachschaden bei der HDI Versicherung AG weiß es aus seiner täglichen Praxis: "Ältere Verträge passen Jahre später häufig nicht mehr zur Lebenssituation. Beispielsweise ist in einer aktuellen Privat-Haftpflichtversicherung die Mitversicherung von Kindern viel großzügiger ausgelegt als in älteren Produkten. Eine zeitgemäße Hausratversicherung leistet bis zu einem gewissen Umfang auch dann, wenn der Schaden grob fahrlässig herbeigeführt wurde - ältere Verträge hingegen sehen hierfür eine Kürzung der Entschädigung vor."

Versicherungsschutz: Unterstützung beim Sichten der Verträge

Unterstützung beim Sichten der Verträge gibt es nun online. Mit nur einem einzigen Termin besteht die Möglichkeit, den bestehenden Versicherungsschutz zu überprüfen. Identifizierte Lücken können ab sofort ohne zusätzlichen Beitrag problemlos geschlossen werden. Die sogenannte Umbrella-Deckung von HDI spannt sich wie ein Schirm über den momentan bestehenden Versicherungsschutz - und zwar ganz egal welchen Anbieters. Bis zum Ablauf der anderen Verträge und einer Dauer von bis zu drei Jahren werden Schäden übernommen, die dort nicht versichert, im beantragten Privatschutz jedoch enthalten sind.

Wenn Versicherungen nicht angepasst werden

Aus den Schadenakten eines Versicherers ergibt sich, welche Folgen es haben kann, wenn der Versicherungsschutz nicht an eine veränderte Lebenssituation angepasst wurde.

  • Privat-Haftpflichtversicherung: Familie K. wohnt in einem Mehrfamilienhaus zur Miete. Der 16-jährige Sohn Paul kehrt vom Zelten zurück. Beim Auspacken stellt sich heraus: Der Wohnungsschlüssel ist weg. Auf dem USB-Stick, der auch am Schlüsselbund hing, befanden sich Dokumente mit Pauls Adressdaten. Fazit: Die Generalschlösser des Hauses und das der Wohnungstür müssen ausgewechselt werden. Der aktuelle Versicherer leistet nicht, weil Schlüsselverlust in der dort abgeschlossenen Privat-Haftpflicht nicht mitversichert ist. Ein Fall, den die "Umbrella"-Deckung übernimmt. Tipp: Schlüssel und zugehörige Adressdaten immer getrennt mitführen!
  • Hausratversicherung: Als Petra und Uwe M. den Hausratvertrag abschlossen, wohnten sie noch in einer Mietwohnung. Mittlerweile sind sie in ein Reihenhaus umgezogen, haben Terrasse und Garten liebevoll gestaltet. Die Gartenmöbel und der nagelneue Grill werden bei einem Unwetter beschädigt. Nach wenigen Minuten sind Sturm und Hagelschauer vorbei - und die Vorfreude aufs nächste Grillen auch: Die Terrassenausstattung ist unbrauchbar. Beim derzeitigen Versicherer sind Sturmschäden nur innerhalb des Gebäudes versichert. Auch hier springt die "Schirm"-Deckung ein.
  • Wohngebäudeversicherung: Die Wohnung von Frank F. ist wegen eines Leitungswasserschadens in Bad, Schlafzimmer und Küche vorübergehend unbewohnbar. Trocknungsgeräte müssen aufgestellt werden, Herr F. zieht für diesen Zeitraum in ein nahe gelegenes Hotel. Der aktuelle Versicherer übernimmt die Hotelkosten bis zur vereinbarten Entschädigungsgrenze. Die Sanierungsmaßnahmen dauern jedoch länger als geplant, die Hotelkosten übersteigen bei weitem die damals vereinbarte Versicherungssumme. Die Differenz wird durch die "Umbrella"-Deckung übernommen.
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