Tiere
Artikel vom 01.11.2014

Parasitenbefall bei Hund und Katze: 3 Tipps zur Behandlung

Wenn Bello sich auf der Hundewiese beim Spielen einen Kratzer zugezogen hat oder die Mieze von Verdauungsbeschwerden geplagt wird, ist guter Rat gefragt. Was viele nicht wissen: In gut sortierten Apotheken finden Sie durchaus Hilfe für Hund, Katze und andere Haustiere.

Meistens geht es um Parasitenbefall bei Hunden und Katzen, also um Zecken, Haarlinge und insbesondere um Flöhe. Ein akuter Flohbefall sollte gezielt und systematisch angegangen werden. Das sogenannte „4-Punkte-Programm“ hat sich hier sehr bewährt. Kleinere Wunden und offene Pfötchen kommen ebenfalls häufig vor. Auch leichte Durchfallerkrankungen oder Futtermittelallergien sind oft ein Problem. Hier ist ein Tierarztbesuch erforderlich.

Tipp 1: Parasitenbefall sofort behandeln lassen

Parasiten, konkret Ektoparasiten, lösen bei den Tieren nicht selten Hautentzündungen aus und übertragen darüber hinaus Krankheiten. Flöhe können zum Beispiel mit dem gefährlichen Gurkenkernbandwurm infizieren sein, Zecken mit Borreliose oder FSME (Hirnhautentzündung). Sowohl Borreliose als auch FSME können beim Menschen zu schwerwiegenden Erkrankungen führen. Wenn das Tier geschützt wird und dadurch die Überträgerzecken abgetötet werden, schützt der Tierbesitzer indirekt sich selbst und auch andere. Darum ist es wichtig, konsequent gegen die Schädlinge vorzugehen. Dies kann beispielsweise mit Tabletten, Spot on Lösungen und Halsbänder gegen die verschiedenen Parasiten erfolgen. Nach der Behandlung ist eine regelmäßige Kontrolle angeraten.

Tipp 2: Saisonale Anfälligkeiten kennen

Von März bis Oktober haben Zecken Hochsaison. Da ist zum Beispiel ein spezielles Halsband, das abtötend und repellierend wirkt, oder ein Spoton-Produkt hilfreich, das vor Zecken schützt und auch gleich gegen Flöhe und Haarlinge wirkt. Im Herbst kommt es in manchen Gebieten zu einem Befall mit Herbstgrasmilben, die nur schwer zu therapieren sind. Hier ist einfaches Kieselerdepulver eine effektive Maßnahme. Im Winter wiederum leiden vor allem Hunde durch Streusalz an offenen Pfötchen. Unser Tipp: Dem Tier vor jedem Gassigang die Pfoten mit Vaseline eincremen. Es gibt auch spezielle schützende Pfotencremes, die nicht so stark fetten.

Wenn den geliebten Vierbeinern etwas fehlt, können Haustierbesitzer in Apotheken Rat finden. Foto: djd/LINDA Apotheken/Rita Kochmarjova/fotolia.com
Wenn den geliebten Vierbeinern etwas fehlt, können Haustierbesitzer in Apotheken Rat finden. Foto: djd/LINDA Apotheken/Rita Kochmarjova/fotolia.com

Tipp 3: Bei kleinen Wunden und Kratzern wirkungsvoll behandeln

Hunde, Pferde und Katzen können sich draußen schnell einmal kleine Kratzer oder Wunden zuziehen. Ein wirkungsvolles Hausmittel ist Wasserstoffperoxid, das man als dreiprozentige Lösung in nahezu jeder Apotheke erhält. Diese wird mit einer Pipette oder einer Einwegspritze ohne Kanüle unverdünnt auf die Wunde aufgetragen. Das desinfiziert, wirkt zusammenziehend durch Austrocknen und fördert die Granulation der Wunde. Anders als Salbe entsteht so kein Fremdkörpergefühl auf der Haut und das Tier leckt nicht ständig daran herum.

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