Tiere
Artikel vom 27.02.2015

Hunde-Ernährung: 5 Tipps für das richtige Futter

In 14,5 Prozent der deutschen Haushalte leben Menschen mit einem oder mehreren Hunden zusammen. Foto: djd/Schecker
In 14,5 Prozent der deutschen Haushalte leben Menschen mit einem oder mehreren Hunden zusammen. Foto: djd/Schecker

"Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht", soll Heinz Rühmann einmal über den besten Freund des Menschen gesagt haben. Bei der Fütterung machen sich Herrchen oder Frauchen daher immer mehr Gedanken darüber, welche Methode die beste für ein gesundes und langes Hundeleben ist.

Mit der veränderten Rolle des Hundes in der Gesellschaft haben sich auch die Ansprüche der Menschen an Haltung und Ernährung ihrer vierbeinigen Familienmitglieder verändert. Kaum ein Ersthundehalter geht nicht mit seinem tapsigen Hundebaby in eine Welpenschule und belegt anschließend nicht wenigstens einen Kurs in einer Hundeschule, um Sitz, Platz und Leinenführigkeit einzuüben.

Tipp 1: Den Hund beobachten und Anzeichen für eine falsche Fütterung erkennen

Ob man für den Hund selbst kocht, barft, also nur rohes Fleisch und Gemüse verfüttert, oder sich für ein gutes Nass- oder Trockenfutter entscheidet, ist im Grunde unerheblich. Entscheidend ist, dass die jeweilige Nahrung ausreichend Energie und Nährstoffe liefert und den Bedarf an Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen deckt. Ein gesunder Hund hat ein glänzendes Fell, klare, wache Augen und eine kühle, oft etwas feuchte Nase. Fell und Haut sind gute Indikatoren für das Wohlbefinden des Hundes. Ist das Haarkleid glanzlos und stumpf oder riecht es unangenehm, kann das ein Zeichen für eine falsche Ernährung sein. Aber auch ein zu weicher Kot oder eine zu große Kotmenge könne auf Fütterungsfehler hindeuten.

Ist der Vierbeiner eher aktiv, braucht er mehr Futter als ein ruhiger Vertreter seiner Art. Foto: djd/Schecker
Ist der Vierbeiner eher aktiv, braucht er mehr Futter als ein ruhiger Vertreter seiner Art. Foto: djd/Schecker

Tipp 2: Die Kalorienmenge des Hundes passend ermitteln

Die Futtermenge richtet sich danach, ob es sich um einen sportlichen oder gemächlichen Typen handelt. Ist der Vierbeiner eher aktiv und lauffreudig, braucht er mehr Futter als ein ruhiger Vertreter seiner Art. Als Faustregel für erwachsene Hunde gilt: Pro Kilogramm Körpergewicht brauchen sie etwa 57 Kalorien. Kleinere Hunderassen benötigen etwas mehr und ältere Tiere häufig weniger. Ganz alten Hunden sollte man am Lebensabend wieder ein etwas energiereicheres Futter anbieten, genauso wie Welpen, die pro Kilo des eigenen Gewichts zwischen 100 und 170 Kalorien haben sollten. Tierfutterhersteller bieten inzwischen Trockenfutter für jedes Alter und jede Größe an, so dass man seinen Hund in jeder Phase seines Lebens ohne großen Aufwand passend ernähren kann.

Tipp 3: Wenn Bello zu dick wird

Manchmal meinen es aber auch Herrchen oder Frauchen zu gut mit Leckerlis, was bei weniger agilen Tieren schnell zu Übergewicht führen kann. Aber auch nach einer Sterilisation oder Kastration würden manche Tiere dazu neigen, weniger aktiv zu sein, während der Appetit gleich bleibt. Dann hilft nur weniger Futter und viel Bewegung. Spezielle Diätfutter erleichtern das Abnehmen, weil sie bei gleicher Futterration weniger Energie liefern.

Nach dem Fressen brauchen Hunde Ruhe, deshalb ist übermäßiges Toben nach der Fütterung tabu. Foto: djd/Schecker
Nach dem Fressen brauchen Hunde Ruhe, deshalb ist übermäßiges Toben nach der Fütterung tabu. Foto: djd/Schecker

Tipp 4: Auf Allergien achten

Wie bei den Menschen sind Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten auch bei Hunden auf dem Vormarsch. Häufige Auslöser sind Weizen sowie Rind- und Hühnerfleisch, die zu Symptomen wie Hautentzündungen, chronisch auftretenden Ohrenentzündungen oder Verdauungsproblemen führen können. Wird vom Tierarzt eine Futtermittelallergie festgestellt, sollte auf eine gluten- oder getreidefreie Ernährung beziehungsweise ein hypoallergenes Hundefutter umgestellt werden.

Tipp 5: Nach dem Füttern auf Ruhe achten

Nach dem Fressen brauchen Hunde Ruhe, deshalb sind übermäßiges Rennen und Toben nach der Fütterung tabu. Bewegung mit vollem Magen ist eine Ursache für die gefürchtete Magendrehung, bei der es zu einer Sauerstoffunterversorgung des Magens und anderer Organe kommt und die ohne schnelle tierärztliche Hilfe zumeist tödlich verläuft.

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