Tiere
Artikel vom 27.03.2015

Aquarium einrichten in 10 leichten Schritten

Ein Aquarium wirkt entspannend und lädt immer wieder zu einer kurzen Pause ein. Foto: djd/Eheim
Ein Aquarium wirkt entspannend und lädt immer wieder zu einer kurzen Pause ein. Foto: djd/Eheim

Ein Aquarium einrichten - das steht auf dem Wunschzettel vieler Tierfreunde. Zu faszinierend ist die Unterwasserwelt. Doch viele sind nicht sicher, ob sie den Fischen wirklich die Umwelt schaffen können, die sie brauchen. Dass dieses Vorhaben gar nicht sonderlich aufwändig ist, zeigen unsere zehn Schritte, mit denen man sich schnell das eigene Becken eingerichtet hat und für dessen Pflege gut gerüstet ist. Dann sind Tierfreunde oft überrascht, wie leicht ihnen die Pflege ihrer Zierfische fällt.

Schritt 1: Das Aquarium findet seinen Platz

Als erstes muss das Aquarium in der Wohnung seines Besitzers seinen Platz finden. Es darf nicht im direkten Sonnenlicht stehen und auch nicht in der Nähe einer Heizung. Gut ist es, wenn ein Stromanschluss in der Nähe ist. Aber auch im Leben seines künftigen Besitzers müssen die Fische ihren Platz finden. Die Pflege und Versorgung der Tiere ist aber nicht sonderlich zeitintensiv. Und während des Urlaubs sorgt die automatische Fütterung für Entlastung. Es muss nur regelmäßig jemand vorbei schauen, damit nicht beispielsweise unbemerkt der Strom ausfällt.

Schritt 2: Süßwasser oder Meerwasser

Die Frage, ob es ein Süßwasserbecken oder ein Meerwasseraquarium sein soll, kann man heute getrost nach seinen eigenen Vorlieben entscheiden. Galt früher das Meerwasserbecken als komplizierter, sehen Fachleute dank neuer Entwicklungen im Pflege- und Zubehörbereich diese Einschätzung nicht mehr als gerechtfertigt an: Wer ein Aquarium einrichten möchte, kann sich daher frei entscheiden.

Aquariensets mit Unterbau sind gerade für Einsteiger praktisch. Foto: djd/Eheim
Aquariensets mit Unterbau sind gerade für Einsteiger praktisch. Foto: djd/Eheim

Schritt 3: Die Auswahl des Beckens

Völlig unkompliziert sind Komplett-Sets, die bereits alle Bestandteile der technischen Ausrüstung enthalten. Es gibt auch Aquarien-Kombinationen in vielen schicken Designs. Möchte man ein Aquarium einrichten, helfen die Tipps und Tricks zu den verschiedenen Arten von Aquarien, die Fischfreunde auch online in vielfältigen Ratgebern finden.

Schritt 4: Aquarium einrichten

Wurde das Aquarium mit klarem, warmem Wasser gereinigt, wird der Bodengrund in drei Schichten aufgebaut: Die unterste Schicht bildet ein Depotdünger, darauf kommt ein Mix aus Kies und Bodengrunddünger. Die oberste Schicht besteht aus Kies und sollte nach hinten etwas ansteigen. Dann werden die technischen Geräte installiert, aber noch nicht eingeschaltet: Filter, Heizer und Beleuchtung.

Schritt 5: Pflanzen und Dekoration

Anschließend beginnt das Projekt der Einrichtung des Aquariums aufs Neue. Es sind nur solche Materialien - Steine oder Steinholz - geeignet, die keinerlei Stoffe an das Wasser des Aquariums abgeben. Ist das Becken eingerichtet, lässt man vorsichtig etwas Wasser hineinlaufen, sodass der Boden nicht aufgewühlt wird. Es sollte handwarm sein. Nun kann man die Pflanzen nach und nach einsetzen. Manchmal müssen dabei die Wurzeln gekürzt werden. In den Hintergrund kommen die größeren Pflanzen. Zu viele Pflanzen sollten es nicht sein, damit den Fischen noch genügend Freiraum bleibt.

Schritt 6: Geräte einschalten und warten

Dann werden Filter und Heizer durchgehend und die Lampen regelmäßig für acht bis zehn Stunden pro Tag eingeschaltet. Anschließend heißt es warten - und zwar zwei bis drei Wochen. Solange dauert es, bis das Becken "eingefahren" ist.

Schritt 7: Die Fische ziehen ein

Jetzt dürfen die Fische einziehen. Als Faustregel gilt: Für jeden Zentimeter Fischlänge müssen zwei Liter Wasser im Becken sein. Hat man also ein 100-Liter-Aquarium, dürfen alle Fische zusammen eine Länge von 50 Zentimetern haben. Am besten beginnt man mit wenigen Arten, die gut miteinander auskommen. Beim Einsetzen der Tiere wird erst einmal der geschlossene Transportbeutel im Aquarium temperiert. Dann füllt man Wasser aus dem Aquarium in den Beutel. Das Wasser aus dem Transportbeutel darf aber nicht ins Aquarium gelangen.

Schritt 8: tägliche Pflege

Die Fische werden ein- oder zweimal pro Tag gefüttert. Sie bekommen so viel Futter, wie sie in ein bis zwei Minuten fressen. Praktisch ist ein Futterautomat.

Schritt 9: So geht es Pflanzen und Wasser gut

Alte Pflanzenteile werden sofort entfernt, einmal die Woche gibt es einen Flüssigdünger und alle sechs bis zehn Monate neuen Bodengrunddünger. Der Wasserwechsel im Aquarium sollte alle 2 Wochen erfolgen.

Schritt 10: eine saubere Sache

Das Filtersystem läuft rund um die Uhr. Die Filtermedien werden regelmäßig nach den jeweiligen Vorgaben ausgetauscht und gereinigt. Für die Reinigung des Beckens werden weder chemische noch biologische Reiniger eingesetzt. Wer ein Aquarium einrichten will, sollte außerdem wissen: Alle Reinigungsgeräte werden ausschließlich für das Aquarium benutzt.

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