Familienleben
Artikel vom 09.03.2015

Kuli oder Füller? Die eigene Handschrift verbessern

Auch im Zeitalter elektronischer Medien wird noch fleißig mit der Hand geschrieben. Foto: djd/PILOT PEN (Deutschland)
Auch im Zeitalter elektronischer Medien wird noch fleißig mit der Hand geschrieben. Foto: djd/PILOT PEN (Deutschland)
Seit ihrer Erfindung in den 1960er-Jahren wurden Tintenroller ständig weiter entwickelt. Foto: djd/PILOT PEN (Deutschland)
Seit ihrer Erfindung in den 1960er-Jahren wurden Tintenroller ständig weiter entwickelt. Foto: djd/PILOT PEN (Deutschland)

Trotz E-Mail, SMS und sozialer Medien wird auch heute noch fleißig geschrieben - und zwar mit der Hand. Doch bei der Frage, mit welchem Stift die Gedanken zu Papier gebracht werden, scheiden sich die Geister. Manch einer unterzeichnet wichtige Dokumente nur mit dem Füllfederhalter, bevorzugt für Briefe und Karten einen Tintenroller, während es für Notizen im Büro oder den Einkaufszettel auch ein Kuli sein darf. Wo die Unterschiede der einzelnen Schreibgeräte liegen, lesen Sie hier:

Füllfederhalter: Edel und langlebig

Mit einem Füller, wie die meisten den Füllfederhalter nennen, haben wir wohl alle in der Schule schreiben gelernt. Viele Menschen bevorzugen dieses Schreibgerät bis ins hohe Alter, weil das Schreiben leicht von der Hand geht und das Schriftbild zumeist sehr hochwertig wirkt. Man unterscheidet Kolben- und Patronenfüllhalter. Bei beiden fließt die Tinte durch Kapillarwirkung vom Tank, von einer Patrone oder einem Konverter über einen Tintenleiter an die Spitze einer Metallfeder und wird auf das Papier übertragen. Dabei entscheidet der Federtyp darüber, ob das Schriftbild schmaler oder breiter ausfällt. Da "echte" Tinte ein wenig Zeit zum Trocknen benötigt, muss der Schreiber vorsichtig sein, damit nichts verschmiert. Füller sind zumeist kostspieliger, aufwändiger zu pflegen und empfindlicher als andere Schreibgeräte und sollten einmal im Jahr bei einem Fachhändler professionell gereinigt werden.

Tintenroller kombinieren die einfache Handhabung des Kugelschreibers mit dem angenehmen Schreibverhalten eines Füllers. Foto: djd/PILOT PEN (Deutschland)
Tintenroller kombinieren die einfache Handhabung des Kugelschreibers mit dem angenehmen Schreibverhalten eines Füllers. Foto: djd/PILOT PEN (Deutschland)

Kugelschreiber: Der Tausendsassa unter den Stiften

Der Kugelschreiber - umgangssprachlich auch Kuli genannt - ist der Klassiker, wenn es um schnelle Notizen geht. Anders als beim Füllhalter wird beim Kugelschreiber eine zähflüssige Tinten-Paste aus einer Mine mittels Kugel auf das Papier übertragen. Kulis sind meist überall zur Hand, einfach in der Bedienung und brauchen kaum Pflege. Die Tinten-Paste trocknet schnell und schlägt auch bei dünnem Papier nicht auf die Rückseite durch. Dank ihrer robusten Spitze eignen sich die Stifte auch zum Durchschreiben. Das Verfassen längerer Texte mit einem Kuli kann aber leicht zum Verkrampfen der Hand führen.

Tintenroller: Der Innovative

Tintenroller - auch Rollerball genannt - kombinieren die einfache Handhabung des Kugelschreibers mit dem angenehmen Schreibverhalten eines Füllers. So funktionieren Tintenroller technisch wie Kulis, doch die Tinte gleicht eher der eines Füllhalters, so dass der Stift leicht über das Papier gleitet und die Hand auch bei längerem Schreiben nicht müde wird. Seit ihrer Erfindung in den 1960er-Jahren in Japan, haben Hersteller wie zum Beispiel Pilot Pen den Tintenroller ständig weiter entwickelt. Ob mit Kappe oder Kugelschreibermechanik - neueste Technik sorgt dafür, dass nichts ausläuft, der Stift aber immer funktioniert - auch wenn er mal lange nicht benutzt wurde. Denn die reibungsoptimierte Edelstahlspitze wird durch ein Tintenkontrollsystem immer exakt mit der für einen präzisen Strich benötigten Tintenmenge versorgt. Inzwischen gibt es sogar Rollerballs mit umweltfreundlichem Patronenwechsel, Tintenroller, die auch unter Kabinendruck im Flugzeug zuverlässig arbeiten sowie Stifte mit metamorpher Tinte, die es möglich machen, Fehler mit einer Kunststoffspitze am Schaftende einfach weg zu reiben und neu zu überschreiben.