Rubriken

Specials

Linktipps

Läusebefall wirksam bekämpfen

Läusebefall: Moderne Mittel machen der Laus auf dem Kopf schnell den Garaus. Foto: djd/thx/G. Pohl-Boskamp
Läusebefall: Moderne Mittel machen der Laus auf dem Kopf schnell den Garaus. Foto: djd/thx/G. Pohl-Boskamp

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Wie es zum Läusebefall kommt.
  • Auf welche Weise Läuse übertragen werden.
  • Was Sie bei Läusebefall tun können.

Läusebefall bei Hort-, Kindergarten-, oder Grundschulkindern ist keine Seltenheit: Mehrmals im Jahr herrscht in vielen Einrichtungen Läusealarm mit dem Appell, den eigenen Sprössling auf Parasiten hin zu filzen. Mit Läusekamm und Lupe bewaffnet durchsuchen Erwachsene Kinderschöpfe. Wird tatsächlich eine Laus entdeckt und damit ein Läusebefall diagnostiziert, bedeutet dies meist den Startschuss für ein turbulentes Treiben in den heimischen vier Wänden. Hektisch werden Teppiche und Polstermöbel desinfiziert, Böden gewischt und Kuscheltiere in die Tiefkühltruhe verbannt. Tagelang sind Waschmaschine und Trockner im Einsatz, um eventuell verlauste Kleidung und Kissen zu reinigen. Das Kinderzimmer, einst ein Ort fröhlichen Kinderlachens wird zur Quarantänestation, der Kontakt mit dem liebsten Spielkameraden verboten. Und über all dem Tumult lauert die Sorge: Hat man alle fiesen Krabbler erwischt oder gibt es etwa Überlebende? 

Läusebefall: Falsche Scham ist unangebracht

Läuse sind treue Begleiter des Menschen: Schon vor 70.000 Jahren krabbelten die kleinen Tierchen auf deren Köpfen herum. Die blutsaugenden Parasiten sind zwar lästig, aber keineswegs gefährlich. Nur sehr selten entstehen schwere Infektionen, weil durch das Kratzen Bakterien, die auf der Haut leben, in den Körper eindringen. Übertragen werden die lästigen Gäste direkt durch Kontakt von Haar zu Haar. Springen oder fliegen können Läuse nicht - krabbelnd erklimmen sie den nächsten Schopf. 

Ein Läusebefall hat auch nichts mit Unsauberkeit zu tun. Im Gegenteil: Man hat beobachtet, dass sich Kopfläuse in frisch gewaschenen Haaren besonders wohl fühlen. In ungewaschenem, fettigem Haar dagegen fällt es den Läusen schwer, ihre Eier an den Haaren anzukleben. Zudem hilft das Verschweigen aus falscher Scham niemandem, es fördert allenfalls die Verbreitung der Läuseplage. Eltern von betroffenen Kindern sollten daher sofort in der Schule Bescheid geben und auch Freunde und Spielkameraden informieren, damit auch diese Kinder schnellstmöglich gegen die Parasiten behandelt werden können. 

Moderne Läusemittel statt Rasur

In früheren Zeiten machte man bei verlausten Köpfen kurzen Prozess und brachte damit unzählige Kinder zum Weinen. Doch auch wenn die Kopfrasur zur Läusebekämpfung eine äußerst wirkungsvolle Methode darstellt, gehört diese Prozedur dank moderner Mittel der Vergangenheit an. Schnell und gründlich wirken moderne Kopflausmitteln wie etwa "Nyda" aus der Apotheke. Auf das Kopfhaar aufgetragen, werden innerhalb weniger Minuten die Parasiten bewegungsunfähig, ersticken und zeigen keine wesentlichen Lebenszeichen mehr. Nach erfolgter Erstbehandlung können die Kinder bereits wieder die Schule besuchen. Zur vollständigen Beseitigung des Kopflausbefalls empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin achte bis zehn Tage nach der Erstbehandlung die Durchführung einer zweiten Behandlung. Oft wird diese Behandlung jedoch vergessen. Bei Nyda können Betroffene mittels ihrer Handynummer eine automatische Erinnerungs-SMS für die Zweitbehandlung anfordern.

Alle Artikel

Alle Artikel zum Themenschwerpunkt "Familie, Freizeit, Hobby":

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Läusebefall
  • Kopfläuse
  • Schule
  • Kindergarten
  • Läusekamm
  • Parasiten
  • Ratgeber
  • Unsauberkeit
  • Kopflausmitteln

verfasst am 26.01.2012