Gartenlust und Guerilla Gardening

Gartenlust für alle: Immer mehr junge Leute entdecken die Lust am Säen und Ernten, allerdings auf unkonventionelle Weise. Der grüne, eigentlich illegale Trend nennt sich Guerilla Gardening. Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen/P.Burns
Gartenlust für alle: Immer mehr junge Leute entdecken die Lust am Säen und Ernten, allerdings auf unkonventionelle Weise. Der grüne, eigentlich illegale Trend nennt sich Guerilla Gardening. Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen/P.Burns

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Warum Gartenlust gesund ist und das Wohlbefinden stärkt.
  • Weshalb auch immer mehr junge Leute ihre Gartenlust entdecken.
  • Weshalb die meisten Stadtverwaltungen Guerilla Gardening dulden oder gar willkommen heißen.

Was die stolzen Besitzer eines Schrebergartens schon immer wussten, hat eine niederländische Studie letztes Jahr bestätigt: Gartenlust ist gesund und stärkt das Wohlbefinden. Die Wissenschaftler befragten für die Studie Besitzer von Kleingärten sowie deren Nachbarn, die keinen eigenen Garten besitzen. Vor allem in der Hauptsaison widmen sich demnach Gartenbesitzer einen ganzen Tag in der Woche ihrem Garten. Insbesondere die Gartenfreunde über 60 empfinden sich selbst als gesünder. Die Gartenlust wirke außerdem stresssenkend. Das Stressniveau der Befragten und die Zahl der nötigen Arztbesuche waren messbar niedriger. Bereits 20 Minuten Gartenarbeit können die Anzahl von Stresshormonen deutlich senken. Die Studie eines Kardiologenteams aus Japan ergab zudem, dass Gartenarbeit die Herzfunktion verbessern und langfristig vor Herzinfarkten schützen kann.

Gartenlust: Säen und Ernten

Gerade Deutschland ist als Land der Gartenfreunde und der Gartenlust bekannt: Bundesweit werden immerhin mehr als eine Million Schrebergärten bearbeitet. Das Durchschnittsalter der Besitzer liegt bei etwa 60 Jahren. Inzwischen entdecken aber auch immer mehr jüngere Leute ihre eigene Gartenlust - und zwar auf ungewöhnliche Art und Weise: So genannte Guerilla-Gärtner pflanzen nachts heimlich Blumen oder sie werfen beim Fahrradfahren "Samenbomben" auf brachliegende Flächen in Großstädten. Bekannt ist den Bundesbürgern das neue Phänomen des Guerilla-Gardenings allerdings eher nicht: Einer TNS-Umfrage im Auftrag der Ergo Direkt Versicherungen zufolge konnten 81 Prozent mit dem Begriff "Guerilla Gardening" nichts anfangen. Lediglich neun Prozent der Befragten wussten, dass es dabei um das Bepflanzen öffentlicher Plätze geht.

Die Kommunen dulden Aktivitäten des Guerilla Gardenings

Mittlerweile ist die eigentlich illegale Form der Gärtnerei vielen Stadtverwaltungen, denen das Geld für die Pflege kommunaler Flächen fehlt, regelrecht willkommen und wird meistens geduldet. In manchen Großstädten ist Guerilla Gardening sogar zu einer sozialen Bewegung geworden. Gleichgesinnte Guerilla-Gärtner suchen sich ein Stück Brachland, auf dem sie gemeinsam gärtnern. Die Flächen werden ihnen von den Kommunen häufig für eine bestimmte Zeit verpachtet.

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  • Gartenlust
  • Guerilla Gardening
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verfasst am 02.08.2012

verfasst von Harald Müller

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