Ahnenforschung im Internet: Geschichte persönlich erleben
Geschichte muss nicht langweilig sein. Wenn Kinder oder Erwachsene einen persönlichen Bezug zur Geschichte haben, wird diese immer spannend. Der persönliche Bezug lässt sich durch aktive Ahnenforschung herstellen. Doch häufig war Ahnenforschung durch aufwändiges Aktenstudium und langwierige Recherche bisher eine mühselige Arbeit. Im Internet lässt sich Ahnenforschung heute viel leichter betreiben. So umfasst das Ancestry-Netzwerk mit mehr als fünf Milliarden historischen Aufzeichnungen die größte Sammlung familienhistorischer Daten online - eine Goldgrube für die Ahnenforschung und um den Stammbaum zu erstellen.
Wer möchte nicht beispielsweise aus adliger Familie stammen? Das Interesse an der Hochzeit der schwedischen Kronprinzessin Victoria mit Daniel Westling zeigt, dass die Geschichten der Königshäuser immer noch faszinieren. Die 1977 geborene Kronprinzessin Victoria steht übrigens als Urenkelin der Prinzessin Margaret von Connaught auf Platz 198 auch in der britischen Thronfolge. Victorias Vater Carl XVI. Gustaf gehört zur Familie der Bernadotte. Diese Herrscherfamilie wurde von Karl XIV. Johann begründet. Der Marschall von Frankreich war seit 1810 schwedischer Kronprinz und seit 1818 König von Schweden und Norwegen. Zuerst von Napoléon Bonaparte begeistert, wandte er sich schließlich gegen den Korsen. Die Verwandtschaftsbeziehungen, die persönlichen Bindungen und Abneigungen, Gegnerschaften und Skandale: Das alles findet sich in unserer Geschichte. Erschlossen wird diese Geschichte durch Ahnenforschung.
Wer wissen will, welche Rolle seine Verwandten dabei gespielt haben, wird durch gezielte Recherchen schlauer. Ein Stammbaum ist im Internet einfach angelegt. Und durch das Netzwerk von Ahnenforschern lassen sich schnell erste Ergebnisse erzielen. Ahnenforscher und an der Geschichte Interessierte haben über Ancestry jetzt auch Zugang zu einer der größten Online-Datenbanken deutscher Armeen und Soldaten aus der Zeit 1600-1914 und dem 1. Weltkrieg. Dafür wurden in Kooperation mit dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv mehr als 23.000 Bände mit Informationen zu mehr als 1,5 Millionen Soldaten gescannt und digitalisiert.
Ebenfalls für Ahnenforscher besonders interessant dürften die online zugänglichen Siebmachers Wappenbücher sein. Diese umfassen über 150.000 durchsuchbare Namen von Wappeninhabern. Das müssen nicht immer Adlige sein. So gibt es auch Familienwappen der Müllers, Schmidts und Fischers. Natürlich verfügen auch Städte und Länder über Wappen. In Schweden etwa gibt es zwei Staatswappen: Das kleine und das große. Das kleine wird auch Drei-Kronen-Wappen genannt. Bei der Hochzeit der Kronprinzessin Victoria wurde natürlich das große Staatswappen gezeigt.
Weiterführende Informationen
Über Geschichte diskutieren geht beispielsweise im Geschichtsforum.
Mehr Artikel zum Themenschwerpunkt "Ahnenforschung und Geschichte":
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- Ahnenforschung und Familie.
- Ahnenforschung: Familienstammbaum online.
- iPhone Apps zum Thema Geschichte.
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verfasst am 06.07.2010


























