Expertentelefon: Diabetes erkennen
Wenn‘s in den Füßen kribbelt, wird es ernst!
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Die Gliedmaßen fühlen sich taub an oder kribbeln, als ob eine Horde Ameisen über die Haut läuft. Die Symptome eines an sich harmlosen "eingeschlafenen" Arms oder Beins kennt fast jeder. Wenn dies allerdings oft geschieht, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen, denn es könnte sich um ein Nervenleiden handeln, welches häufig ein Indiz für die Zuckerkrankheit Diabetes ist. Dabei leiden die Hüllen der Nervenbahnen der Extremitäten unter den Abbauprodukten des Zuckers, so dass es zu dieser sogenannten diabetischen Neuropathie kommt. Diabetes beeinträchtigt auch die Kapillargefäße. Diese winzigen Blutgefäße versorgen Gewebe und Nerven mit Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen.
Schwerwiegende Folgen
Funktionieren die so geschädigten Nerven nicht mehr korrekt, dann versäumen sie zum Beispiel Schmerz weiterzuleiten, der als Warnsignal des Körpers fungiert. In der Folge bleiben Verletzungen unbemerkt und entzünden sich, weil die Wunde nicht versorgt wurde. Eine solche Entzündung kann sich im schlimmsten Fall zu einem diabetischen Fuß entwickeln, der notfalls amputiert werden muss. Da Verletzungen bei Diabetikern nicht gut heilen, kommt es gar nicht selten zu solch schwerwiegenden Folgen.
Falls die Sehkraft plötzlich nachlässt, kann ebenfalls Diabetes dahinter stecken, denn der hohe Blutzucker schädigt die Kapillargefäße der Augen. Auch die inneren Organe wie Niere oder Herz können leiden, wenn die Zuckerkrankheit ihre Blutgefäße schädigt. Das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls steigt.
Wichtige Früherkennung
Deswegen sollten Alarmsignale wie nachlassende Sehkraft und eingeschlafene Beine nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Genauso wenig wie die Anfälligkeit für Infekte, anhaltende Müdigkeit, ständiger Durst, vermehrter Harndrang, Blasenschwäche oder Gewichtsverlust. Nicht immer treten alle Symptome auf, so dass eine Früherkennung des Diabetes schwerfällt.
Dabei ist eine frühzeitige Diagnose sehr wichtig, damit die Zuckerwerte reguliert und damit Schäden an Organen und Nerven vermieden werden können. Mit Bewegung, gesunder Ernährung und Insulin können Diabetes-Patienten ihre Wert unter Kontrolle halten. Der vitaminähnliche Wirkstoff Benfotiamin schützt vor Zucker-Aggressoren und lindert Beschwerden wie die Taubheit oder das Kribbeln in Händen und Füßen und kann die Nervenfunktionen sogar verbessern. Als Vorstufe des "Nervenvitamins" B1 nimmt der Körper das Benfotiamin besonders gut auf.
Diabetes-Experten geben Rat
Handeln Sie, falls Sie häufiger unter kribbelnden Beinen leiden, Ihre Sehkraft nachlässt oder Sie ständig erschöpft sind! Unsere Diabetes- und Stoffwechselexperten beantworten gerne, warum die Früherkennung so wichtig ist, wie Sie die Zuckererkrankung unter Kontrolle halten und welche Mittel bei der Behandlung von Folgeerkrankungen erfolgreich sind.
Diese Experten beantworten Ihre Fragen:

- Prof. Dr. med. Burkhard L. Herrmann, Endokrinologe und Diabetologe aus Bochum.

- Dr. med. Alin Stirban, Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie vom Profil Institut für Stoffwechselforschung in Neuss.

- Prof. Dr. med. Hilmar Stracke, Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechsel von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III der Universität Gießen und Marburg.
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verfasst am 12.10.2012
































