Google+ - klein(er), aber fein(er)
Anwender mögen Google+
Manchmal kommt es nicht auf die Größe an, sondern auf die Qualität. Zumindest bei letzterem Kriterium hat der Facebook-Konkurrent die Nase deutlich vorn, wie eine Studie jetzt nahelegt. Anwender sind danach äußerst zufrieden mit dem sozialen Netzwerk Google+, was auch an der App für mobile Geräte liegen soll. Die hat Google auch endlich an das iPad angepasst.
Der American Customer Satisfaction Index untersucht, wie zufrieden Kunden mit diversen Produkten, Unternehmen und Dienstleistungen sind. Angefangen vom Computer bis zur Supermarktkette. Im Juli hat der ACSI erneut diverse Social-Media-Portale unter die Lupe genommen, darunter erstmals auch Google+, das sich das Siegertreppchen mit Wikipedia teilt.
Bitter sieht es für Facebook aus, das schon vorher keine besonders guten Werte erlangte und nun noch weiter in der Gunst des Publikums absackte. Als Grund führen die "Tester" vor allem die Unzufriedenheit mit der neuen Timeline an. Viele Anwender hätten gerne wenigstens optional die alte Ansicht zurück. Auch das Dauerthema "Privatsphäre" steht auf der Unzufriedenheitsliste. Nur ein wenig besser steht Twitter da, dafür kann ein anderes neues Portal glänzen: Pinterest.
Als Grund für die Zufriedenheit mit Google+ und Pinterest nennt ACSI ebenfalls Gründe: Im Gegensatz zu Facebook und Twitter verzichtet das soziale Netz des Suchmaschinengiganten auf Werbung. Ein anderer Grund soll die klar strukturierte und schöne Google+-App für iOS und Android sein. Um so besser, dass Google diese nach langer Wartezeit endlich auch für das iPad angepasst hat. Das könnte die Zufriedenheit weiter erhöhen, denn Google+ macht auf Apples Tablet-Computer richtig Spaß. Sie verschwendet keinen Platz, sieht übersichtlich aus und lässt sich intuitiv bedienen.
Ob das reicht, um noch mehr Nutzer in das Netzwerk zu ziehen? Angeblich 250 Millionen Anwender benutzen derzeit Google+. Kein Vergleich zu der Anwenderzahlen von Facebook, die weltweit knapp unter 900 Millionen liegt. Aber vielleicht entwickelt sich der Konkurrent ja doch noch zu einer ernsthaften Alternative. Die kann man immer brauchen.
ACSI: Kommentar zu den Zahlen
ACSI: Ergebnisse
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