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Mittwoch, 13.02.2013
14:00 Uhr

Dell XPS 10 mit Tastaturdock und Windows RT

Testbericht: Dell XPS 10 mit Windows RT

Dell XPS 10 mit Windows RT

So, es ist mal wieder soweit: Ein Gerätetest steht an. Die Firma Dell war so freundlich und hat mir für 3 Wochen ein XPS 10 inklusive Tastaturdock überlassen. Was mir dabei gut und was mir weniger gut gefallen hat, erfahren Sie in den nächsten Zeilen.

Lieferumfang

Zum Lieferumfang gehört neben dem XPS 10 Tablet in meiner Ausführung ein Tastaturdock, ein USB zu microUSB-Adapter sowie ein Adapter vom 40-pin Anschluss auf HDMI.

Dell XPS 10 Tablet Rückseite

Die nüchternen Fakten

  • 10.1“ IPS-Display mit einer Auflösung von 1366x768
  • Snapdragon S4 Dualcore Prozessor mit 1,5 GHz pro Kern
  • 2 GB RAM
  • 32 oder 64 GB Speicher. Bei der 64 GB Version sind ca. 45 GB tatsächlich nutzbar
  • 2 Megapixel Frontkamera sowie eine 5 Megapixel Rückkamera
  • Betriebssystem: Windows RT inklusive Microsoft Office Home & Student 2013 RT
  • Wireless LAN (802.11a/b/g/n)
  • Bluetooth 4.0
  • Micro SD Kartenslot
  • Preise:
    XPS 10 mit 64 GB: 579 Euro
    XPS 10 mit Tastaturdock und 32 GB: 649 Euro
    XPS 10 mit Tastaturdock und 64 GB: 749 Euro
Dell XPS 10 Tastaturdock

Hardware und Haptik

Der erste Eindruck nach dem Auspacken ist erst mal ein wertiger. Das Tablet sieht sehr edel aus. Die Front ist komplett aus Glas, nur der Rahmen um das eigentliche Display hätte noch etwas schmaler ausfallen dürfen. Unter dem Display befindet sich der physische Windows-Button, der einen zum neuen Startmenü führt. Der Großteil der Rückseite ist mit einem grauen angerauten Gummi überzogen, durch den das Gerät einen guten Grip bekommt, aber trotzdem nicht billig wirkt. Das Tastaturdock besitzt eine vollwertige Chiclet-Tastatur mit vielen Spezialtasten, um per Tastendruck die neuen Funktionen von Windows 8 bzw. Windows RT bedienen zu können, ohne den Finger wieder zum Touchscreen erheben zu müssen. Der Druckpunkt der Tastatur ist etwas schwer, sodass als Schnelltipper manchmal Buchstaben fehlen. Ein fester Anschlag ist also von Vorteil. Das Dock ist mit dem gleichen Material überzogen und beinhaltet außerdem noch ein multitouchfähiges Touchpad. Außerdem ist in dem Dock ein Akku verbaut, was im angedockten Status zu einer verlängerten Laufzeit führt. Unabhängig davon bin ich von der Akkuleistung des Geräts beeindruckt. Von meinen bisherigen Smartphones bin ich das allabendliche Laden gewöhnt. Das XPS 10 hält 1-2 Arbeitstage bei intensiver Nutzung ohne Probleme durch. Als ich das Gerät einmal von Freitag bis Sonntag nicht anrührte, war ein Energieverlust kaum zu erkennen. Diesen Akkuvorteil erkauft man sich durch die Verwendung der stromsparenden Prozessoren mit ARM-Architektur, was leider dazu führt, dass normale Windowsprogramme auf Windows RT nicht lauffähig sind und man auf den Windows Store angewiesen ist. Über den microUSB-Adapter bekommt man auch ohne das Tastaturdock einen vollwertigen USB-Anschluss am Tablet. Eine Maus sowie ein Barcodescanner wurden ohne Probleme erkannt. Mit dem Barcodescanner am Tablet könnte ich dann durch die Firma laufen und das Inventar überprüfen.

Dell XPS 10 mit Windows RT

Software: Was kann Windows RT?

Durch meine Erfahrungen mit Dell-Notebooks weiß ich, dass diese Firma gute Hardware bauen kann. Die große Frage für mich war aber nun, ob Windows RT ein Betriebssystem ist, welches den Kauf einer solchen Hardware rechtfertigt oder den Absatz vielleicht sogar fördert. Ein erster Test von Windows 8 am Desktoprechner war ernüchternd. Ohne Touchscreen oder Multitouch-Touchpad macht die neue Windowsversion keinen Spaß. Mit dem Dell XPS 10 kam ich nun endlich zu der Erfahrung, das neue Bedienkonzept sowie die ModernUI mit dem Finger „anfassen“ zu können. Und hier kann das neue Windows tatsächlich punkten. Die verschiedenen Gesten gehen einem recht schnell in Fleisch und Blut über und man ist Herr über das OS. Ja, es macht sogar Spaß, damit zu arbeiten. Über den Desktopmodus und den mitgelieferten Office Home & Student war ich sogar in der Lage, während eines Meetings das Besprechungsprotokoll von unserem Active Directory Fileserver zu öffnen und zu bearbeiten. Für den Businessbetrieb ist Windows RT aber leider trotzdem nicht geschaffen. Die Mitgliedschaft in einer Domäne ist dem großen Bruder Windows 8 Pro vorbehalten. Anwendungen können nur aus dem Windows-Store geladen werden, welcher bisher leider ein überschaubares Angebot beherbergt. Von offiziellen Anwendungen für Dienste wie Twitter, Facebook oder Foursquare keine Spur. Evernote bildet hier eine einsame Ausnahme. Die Einbindung eines Google-Kontos hingegen geht leicht von der Hand. Einmal hinzugefügt werden sofort alle Kontakte, Termine (leider erst mal nur aus dem Standardkalender) sowie Mails von Gmail synchronisiert. Ein Androidtablet kann hier auch nicht besser punkten.

tl:dr

„Kennen Sie Schrödingers Katze?“ – „Jein“.
Die Hardware hat Dell wirklich gut hinbekommen. Das XPS 10 ist ein wertiges Gerät mit einer sehr guten Akkuleistung. Es knarzt nichts und auch der Mechanismus, um das Tablet mit dem Dock zu verbinden, zeigt sich verlässlich. Denkpausen genehmigt sich das Gerät nur selten. Zur Software lässt sich sagen, dass Windows RT gute Ansätze hat, aber neben ein paar Kinderkrankheiten krankt das Betriebssystem am stärksten noch am fehlenden Ökosystem. Wer ein gutes Tablet mit Windows RT sucht, ist aber beim Dell XPS 10 an der richtigen Adresse.

Montag, 07.11.2011
14:22 Uhr

Androidtablet Asus Eee Pad Transformer im Test

Der Gerät!

Der Gerät wird nie müde
Der Gerät schläft nie ein
Der Gerät ist immer vor der Chef im Geschäft
Und schneidet das Dönerfleisch schweißfrei.

Teilweise gelten diese Wahrheiten nicht nur für die Dönerschneidemaschine des sympathischen Erfinders (fast schon ein Internetmeme), sondern auch für das Asus  Eee Pad Transformer. Auch wenn der Nachfolger Transformer Prime schon in den Startlöchern steht, ist das leicht betagte Gerät noch immer einen Blick wert. Die nVidia Tegra 2 CPU mit 1GHz sowie der 1GB große Arbeitsspeicher lassen das Androidtablet (aktuell mit Android Honeycomb 3.2) alle Anforderungen zügig  erledigen. Ein Ruckeln war nur kurz nach dem Verlassen einer speicherintensiven Anwendung  zu spüren. Ansonsten macht die wahrscheinlich letzte Androidversion vor Ice Cream Sandwich 4.0 einen aufgeräumten Eindruck. Widgets (kleine Programme die direkt auf dem Homescreen Informationen darstellen) sind für mich absolut unentbehrlich. Hier zieht das iPad den Kürzeren.

Das Highlight der Transformer Reihe von Asus ist aber sicherlich die Dockingstation in Form einer im Chicletdesign gestalteten Tastatur, welche aus dem Tablet ein handliches Netbook macht. Der Coolnessfaktor leidet natürlich immens darunter, denn wer will denn heute noch mit einem veralteten Formfaktor wie einem Netbook gesehen werden. Der Nerd, der etwas von sich hält, natürlich nicht. Nichtsdestotrotz kann die Dockingstation Leben retten, nämlich wenn der Akku des Tablets erschöpft ist. Dann dockt man das Gerät einfach an, und schon wird der Akku aus dem Stromspeicher der Tastatur gefüllt. Somit hält das Gerät zwei Tage intensivste Geeknutzung durch. Insgesamt macht die Hardware einen wertigen Eindruck. Der attraktive Preis erleichtert ebenfalls die Kaufentscheidung. Wer ein günstiges Tablet für den täglichen Umgang sucht, ist mit dem Asus Eee Pad Transformer (mit oder ohne Dockingstation) auf jeden Fall gut versorgt.

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