Pinwheel: Die Entstehung eines neuen Social Networks
Notizzettelkasten für Orte

Normalerweise lesen Sie hier mehr über etablierte Portale wie Facebook und Twitter. Aber wie wäre es, die Entstehung eines neuen Portals fast von Anfang an zu begleiten? Die Macherin von Pinwheel ist dabei keine Unbekannte. Caterina Fake hat das erfolgreichste Bildernetzwerk im Netz gegründet: Flickr.
Die Idee von Pinwheel ist so einfach wie überzeugend: Man legt zu Orten eine kleine Notiz an, die sich mit Fotos anreichern lässt. Diese lassen sich öffentlich machen oder nur für alle Freunde oder ausgewählte Freunde. Ein Liebespärchen kann also ein virtuelles Tagebuch führen, an welchen Plätzen sie sich geküsst haben. Aber auch, um öffentlich Restaurants und Bars oder einfach nur besonders schöne Orte zu empfehlen. Notizen lassen sich auch abonnieren.
Das klingt einfach, ist es auch. Finanzieren soll sich das Portal über "Werbenotizen" - ein Immobilienmakler bietet zum Beispiel bereits seine Objekte an.
Noch befindet sich Pinwheel in einer halböffentlichen Beta-Phase - nachdem man seine eMail-Adresse hinterlassen hat, folgt ungefähr nach zwei bis drei Wochen die Einladung.
Der Betastatus macht sich aber bemerkbar. Noch sind gerade in Deutschland nur wenige Anwender registriert, einige Funktionen wie der Bild-Upload beim Profil sträuben sich noch. Es ist ein Anfang.
So bestechend die Idee von Pinwheel auch sein mag, entscheidend ist wohl, ob andere Portale wie Facebook, Google+ und Twitter ihre Dienste in dieser Richtung ausbauen. Dann wird es für das Start-Up schwierig. Die Daumen darf man Pinwheel aber drücken, einen langen Atem dürfte Catarina Fake haben: Flickr verkaufte sie für angeblich 35 Millionen US-Dollar an Yahoo, ihr zweites Start-Up Hunch - ein Empfehlungsdienst - für geschätzte 80 Millionen Dollar an Ebay. Es ist also gut möglich, dass Pinwheel ebenfalls irgendwann den Besitzer wechselt. Apple soll da auch nach Dividenden-Ausschüttung und Aktienrückkauf einiges auf der hohen Kante haben ...
Hier geht´s auf direktem Weg zu Pinwheel.
Meldung bei Golem.
Google weiter auf dem Vormarsch
Nächster Publishing Clou: Google Currents
Kurz vor dem Börsengang von Facebook in der nächsten Woche hier etwas über den wahren Web-Giganten.
Nach dem Durchbruch der Smartphones im Handy-Markt sind nun Tablets im Vormarsch. Die marktdominanten Player heißen nicht mehr NOKIA oder Motorola (gekauft von Google - primär wegen seiner Patente), aber stattdessen nun Samsung und Apple.
Während Samsung, HTC und viele andere auf das Betriebssystem Android aus dem Hause Google setzen heißt der nach Unternehmensgewinn derzeit strahlende Sieger: Apple. Mit seinen iPhones und iPads ist er zwar mengenmäßig nicht der Gewinner, aber im Bereich Profitabilität sehr wohl.
Publisher stehen nun vor der Herausforderung Ihre Angebote ideal auch für diese Geräte anzupassen. Mit StartMobile animiert Google Webseitenbetreiber ihre Webseiten auf Mobiltauglichkeit zu testen.
Neben Google Drive (kann für Google Currents teilverwendet werden) greift Google nun auch in das Webpublishing ein. Mit Google Currents wird Produzenten ein einfaches Werkzeug an die Hand gegeben um ihre Webinhalte attraktiv auf die 'Smartphones' à la iPad zu migrieren und ganz nebenbei macht man ähnlichen Angeboten wie Flipboard mächtig Konkurrenz.
Auch die RatGeberZentrale ist auf Google Currents vertreten und freut sich, wenn Sie uns als Quelle hinzufügen. Erst in einen App Store navigieren Google Currents herunterladen und die RatGeberZentrale hinzufügen. So sieht es dann z.B. aus:
Wie kann man sich auf die Änderungen des Google-Suchalgorithmus vorbereiten?
Die größte Suchmaschine der Welt
Die größte Suchmaschine der Welt, deren Ergebnisse für die meisten Internetnutzer am wichtigsten sind, versucht ständig die Qualität ihrer Suchergebnisse zu verbessern. Das erfolgt durch ziemlich regelmäßige Updates des Suchalgorithmus. Mitte des letzten Jahres hatte fast die ganze Online-Welt oder besser gesagt SEO-Welt Angst vor der seit langem angekündigten Änderung, die Google Panda genannt wurde. Ehrlich gesagt war es viel Furcht um nichts. Es gab natürlich viele Webseiten, die im Ranking deutlich abgerutscht sind, aber die Betreiber, die es mit SEO nicht übertrieben haben bzw. einen qualitativen Linkaufbau betrieben haben, konnten ruhig schlafen. Jetzt sind weitere Änderungen angekündigt, eine, die den Arbeitstitel „Anti-Spam-Änderung“ bekommen hat, wurde zum Beispiel diese Nacht ins Leben gerufen. Sie sollte vor allem Webseiten betreffen, die auf unnatürliche Weise Keywords im Text eingebaut haben, das heißt den größten Wert auf die Keyworddichte und nicht auf die Qualität des Textes gelegt haben. Das ist aber noch nicht das Ende der angekündigten Änderungen. Viele Webseitenbetreiber sollten einige Änderungen, sprich Verbesserungen ihrer Webseiten durchführen, um den möglichen Abstrafungen und dem damit verbundenen Drop zu entgehen. Man kann dies entweder selbst versuchen oder einen Experten beschäftigen, zum Beispiel mit Hilfe von Projektplattformen, der sich um die ordentliche Optimierung kümmern wird. Wenn man es selber machen möchte, sollte man vor allem folgendes beachten:
- Die Title- und Meta-Tags sollten keine Wiederholungen von Keywords beinhalten und sollen auch natürlich aussehen, das heißt als wären sie von einem Menschen und nicht einer Maschine erstellt. Sie müssen auch mit dem Content der Webseite übereinstimmen. Das gleiche betrifft die Meta-Description, die jedem Nutzer in den Suchergebnissen angezeigt wird. Webseiten, die an diesen Stellen nur eine Auflistung von Keywords oder eine unlogische Wortfolge platzieren, können mit einer Abstrafung rechnen oder wurden bereits mit der heutigen Änderung abgestraft.
- Viele kommerzielle Domains verfügen über ähnliche Landing Pages für fast gleiche Keywords. Das macht aus Google-Sicht keinen Sinn und sollte in naher Zukunft auch bestraft werden. Dadurch wird der Marktführer der Suchmaschinen die Qualität der Ergebnisse deutlich verbessern.
- Viele unabhängige und glaubwürdige Quellen berichten auch über eine Änderung, die Textpassagen analysieren soll, ob sie einen eigentlichen Wert haben oder nur dafür erstellt wurden, um das eine oder andere Keyword zu platzieren. Wie genau Google das machen will, ist bisher unklar und selbst wenn diese Änderung schon live ist, werden sie es bestimmt nicht verraten, zumindest nicht die Details.
- Interne Verlinkung ist wichtig und bietet dem Nutzer neue und relevante Inhalte. Was Google nicht will, sind sogenannte doppelte oder dreifache Verlinkungen. Das heißt eine Webseite linkt zu einer anderen zwei oder drei mal mit gleichem oder ähnlichem Anchortext (zum Beispiel die Keywords Programmierer und Programmierung, die zur gleichen Unterseite linken).
Das sind alles Vermutungen, die auf einigen Signalen von Google basieren. Sie müssen nicht eingeführt werden, aber besser ist es, wenn man weiß, worüber die Branche spricht, was eingeführt werden kann und wie man darauf reagieren bzw. sich früher vorbereiten kann.
von Gastautor Wojciech Dziedzic
Pinterest - eine Erfolgsgeschichte mit Stolpersteinen
Und wieder ein neues Social-Media-Portal
Falls Sie noch nie etwas vom Social-Media-Portal Pinterest gehört haben sollten: Sie sollten, bevor Facebook den Laden aus Palo Alto vielleicht übernimmt. Im März 2010 eröffnete die Bildernotiz-Seite ihre Pforten, nicht Mal zwei Jahre später konnte sich das Start Up über fast 12 Millionen Anwender freuen. Damit gebührt Pinterest die Krone der am schnellsten gewachsenen Webseite aller Zeiten.
Noch ein Rekord: Über die Links auf Ursprungsseiten generiert Pinterest mehr Klicks als Google+, YouTube und LinkedIn zusammen. Aber worum geht es eigentlich?
Letztlich ist Pinterest eine riesige, endlos scrollende Bilderwand in einem klaren, schicken Katalog-Design. Bilder kann der Anwender hochladen oder von anderen Webseiten "klauen" - in Deutschland ist das ein Problem, man sollte tunlichst die Finger von urheberrechtlich geschütztem Material lassen, wenn man keine Abmahnung riskieren will. Den Urheber sollte man aber auch bei "freien" Bildern stets nennen.
Um Bilder einzubinden, folgt man einfach einem Link, der sich als Lesezeichen im Browser am Besten in der Menüzeile einrichten lässt. Es genügt dann ein Klick, es öffnet sich ein Fenster und stellt übersichtlich die Bilder auf der gerade besuchten Webseite in den möglichen Größen vor. Ein weiterer Klick, Beschreibung einfügen, das war es.
Das Einstellen von eigenen Bildern ist inzwischen kein Problem mehr, nachdem das Portal seine Richtlinien geändert hat: Zuvor behielt sich Pinterest im Kleingedruckten vor, die Bilder der Anwender auch verkaufen zu dürfen. Nach Protesten strichen die Amerikaner diesen Passus und beteuerte, man habe ja nie vorgehabt, Bilder zu verkaufen.
Soviel zum Prozedere. Bilder lassen sich allgemeinen Kategorien zuordnen wie Kunst, Architektur und Hochzeit. Videos lassen sich ebenfalls einbinden. Dem Katalog-Gedanken verpflichtet ist die Rubrik "Geschenke", die nach Preisen gestaffelt ist. Interessant ist das zum Beispiel für Künstler, die ihre Bilder verkaufen wollen. Man kann auch eigene Boards erstellen, in denen jeder oder nur man selbst "Pins" erstellen kann.
Ansonsten verfügt Pinterest über die üblichen Community-Funktionen. Man erstellt ein Profil, folgt Leuten und kann "Pins" kommentieren und "retweeten".
Wie bei allen Social-Media-Projekten stellt sich auch bei Pinterest die Frage, wie eigentlich das Geschäftsmodell aussieht oder aussehen soll - Werbung gibt es keine. Zumindest die lässt sich inzwischen teilweise beantworten. Pinterest tauscht teilweise die Anwender-Links gegen eigene Affiliate-Links aus. Das heißt, wenn man über Pinterest einen Händler aufsucht und auf der Webseite bestellt, fließt ein wenig Geld in die Kasse. Im Prinzip ist dagegen nichts einzuwenden, nur sagen hätten sie es dürfen. Dem weiteren Erfolg der Plattform sollte dies aber nicht schaden. Noch ist Pinterest eine Open Beta und bis auf die Urheberrechtsproblematik ein schlichter, schöner Bilderkatalog.
Direkt zu Pinterest
Tipps für den Auftritt bei Pinterest
Hier geht´s direkt zum Pinterest-Profil der RatGeberZentrale
PS: Ich liebe Pinterest!! Probiert´s unbedingt mal aus! Und wenn ihr Fragen dazu habt, schreibt via Twitter an @werbekrake
Twitter-Apps mit Werbetweets
Twitter ist beliebt, aber für die Macher nicht gerade lukrativ. Um ein wenig mehr Geld in die Kasse zu spülen, kündigt der Kurznachrichten-Dienst Werbe-Tweets in der Timeline an. Vorerst sollen jedoch Anwender der iPhone- und Android-App betroffen sein.
Die Werbe-Tweets, die Twitter "Promoted Tweets" nennt, tauchen bislang lediglich in der Suche auf. Allzu aufdringlich will Twitter die Werbung aber auch zukünftig nicht schalten. Die "Promoted Tweets" sollen nur dann erscheinen, wenn man einem entsprechenden Account folgt und sich auch mit einer Wischgeste aus der Timeline entfernen lassen.
Auch sollen nicht alle Benutzer in den "Genuss" der Werbung kommen, sondern vorerst nur ein kleiner Kreis. Zudem sollen angeblich iPad-App und alternative Twitter-Apps von Fremdanbietern werbefrei bleiben.
Das hält einige Anwender nicht davon ab, Kritik zu äußern. Eher sei man bereit, für einen werbelose Timeline einen monatlichen Obolus abzudrücken.
Mag die Ankündigung von mehr Werbung auf den ersten Blick erschrecken, auf den zweiten wählt Twitter einen überraschend vorsichtigen Weg: Denn Hand aufs Herz, viele Tweets sind auch ohne "Promoted" davor schlicht Werbung. Und wer einem Werbe-Account folgt, dem wird auch ein Promoted Tweet nicht unbedingt stören. Schließlich kann man dem Account auch entfolgen. Zumindest macht Twitter den Anwender im Gegensatz zu Facebook nicht selbst zur Reklametafel - dafür kann man dann man (fast) dankbar sein.
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