Titanoxid: Luftqualität verbessern, Schadstoffe neutralisieren

Gehwege, Fahrbahnen und andere Betonflächen lassen sich durch den photokatalytisch wirksamen Zement mit Titandioxid zur Verbesserung der Luftqualität nutzen. Foto: djd/TioCem
Gehwege, Fahrbahnen und andere Betonflächen lassen sich durch den photokatalytisch wirksamen Zement mit Titandioxid zur Verbesserung der Luftqualität nutzen. Foto: djd/TioCem

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Wie neuartige "Katalysator-Baustoffe" mit Titanoxid Schadstoff-Emissionen unschädlich machen.
  • Welche Vorteile Titandioxid-Partikel Spezialzement verleihen.
  • Wo der Spezialzement mit Titandioxid in der Praxis zur Beseitigung von Luftschadstoffen beitragen kann.

Um den Ausstoß von Luftschadstoffen zu verringern, werden Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotor bereits seit vielen Jahren mit immer besseren Abgas-Reinigungssystemen ausgestattet, und insbesondere der Katalysator, kurz Kat genannt, gehört schon lange zur Grundausstattung jedes Fahrzeugs. Doch die Luftschadstoffe, die aus Motoren, Fabriken, Heizungen und anderen Verbrennungsvorgängen bereits in die Luft gelangt sind, lassen sich nachträglich bekämpfen. Mit neuartigen "Katalysator-Baustoffen" kann ein Teil der Schadstoff-Emissionen unschädlich gemacht werden.

Mit Titandioxid schädliche Stickoxide wirksam abbauen

Stickoxide (NOx) beispielsweise, die unter anderem an der Entstehung des gefürchteten Sommersmogs beteiligt sind, können durch den Spezialzement TioCem reduziert werden. Der Baustoff von HeidelbergCement ist mit Titandioxid-Partikeln versetzt, die ihm  die Fähigkeit verleihen, Stickoxide aus der Luft in neutrale Salze umzuwandeln. Da dies mittels Photokatalyse erfolgt, reicht schon die Sonnenstrahlung eines bewölkten Tages aus, damit TioCem aktiv wird. Die in sehr geringen Mengen entstehenden, ungefährlichen Salze lagern sich an der Bauteiloberfläche ab und werden mit dem nächsten Regen einfach weggespült. Der Vorteil der Verwendung von Titandioxid im Baustoff ist, dass sich die Katalysatorwirkung nicht abnutzt oder verbraucht. Anders als bei Beschichtungen mit Titandioxid behalten die Bauteile mit TioCem ihre photokatalytisch aktive Funktion auch noch nach vielen Jahren. Mehr Informationen über die Wirkungsweise und über mögliche Einsatzbereiche für den photokatalytisch aktiven Zement gibt es auf den HeidelbergCement-Internetseiten.

Straßen, Gehwege und Dachflächen zur Luftreinhaltung nutzen

Die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten des Spezialzements mit Titandioxid zur Beseitigung von Luftschadstoffen ist groß, da viele Betonprodukte anstatt mit herkömmlichem Zement mit TioCem hergestellt werden können. Ideal ist der Einbau an Stellen mit hoher Luftschadstoffbelastung, etwa an verkehrsreichen Straßen und Plätzen. So lassen sich Beläge für Straßen- und Gehwege oder sogar ganze Lärmschutzwände daraus herstellen. Eindeckungen aus Beton-Dachsteinen mit TioCem bringen die Katalysatorwirkung auch auf Häuser und Gebäude, auf deren Oberflächen der Photokatalyseeffekt durch die direkte Sonneneinstrahlung besonders wirkungsvoll ist. Betonsteine als Bodenbelag für die Hof- oder Garageneinfahrt oder Gehwege, Mauern und Fassadenelemente, spezielle Außenputze fürs Haus oder eben die Dacheindeckung bieten auch privaten Hausbesitzern die Möglichkeit, etwas zu tun, damit die Luftqualität in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld besser wird. 

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Titanoxid
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  • Sommersmog

verfasst am 27.06.2012

verfasst von Marc-Michael Schoberer

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