Regenwassernutzung: Wenn Wasserkosten sich verflüssigen
In diesem Artikel erfahren Sie:
- Wie eine effektive Regenwassernutzung funktioniert.
- Ob Sie alte Hauswasserwerke besser austauschen sollten.
- Was der Unterschied zwischen einer Kreiselpumpe und einer Membranpumpe ist.
Wer sich als Hausbesitzer regelmäßig über hohe Wasserkosten ärgert, kann seine Nebenkosten verringern, wenn er Toilette und Waschmaschine mit Regenwasser betreibt und auch für die Gartenbewässerung auf das kostenfreie Nass zurückgreift.
Hauswasserwerke übernehmen die Verteilung
Das Regenwasser wird am besten über die Dachfläche des Hauses aufgefangen und in einer Zisterne gesammelt. Toiletten und Waschmaschine kann der Nutzer problemlos mit Regenwasser betreiben, wenn es vorher durch einen Filter gereinigt und anschließend über ein spezielles Hauswasserwerk zum Verbrauchsgerät verteilt wird. Diese Verteiler nennen Profis auch Regenwasserzentrale. Der Vorteil dieser Wassernutzung ist, dass sie viel weniger Kosten verursacht, als die Wassernutzung aus dem Hahn. Allerdings kann es gerade mit alten Regenwasserzentralen auch Probleme geben: Oft sind die "alten Schätzchen" wahre Energievernichter. Diese Hauswasserwerke besitzen in vielen Fällen eine viel zu große Kreiselpumpe und verursachen damit unnötigen Energieverbrauch und zu viel Lärm. Die gute Nachricht: Hier kann schnell Abhilfe geschaffen werden.
Regenwassernutzung hilft beim Energiesparen
Moderne Regenwasserzentralen arbeiten nicht mit früher üblich mit einer Kreiselpumpe. Modelle wie etwa der "Rainmaster Eco" von Intewa sind mit einer Membranpumpe speziell auf den "Verbraucher" ausgerichtet. Und das hat einige Vorteile: Die kleinen Membranpumpen können bis zu 90 Prozent des bisherigen Energieverbrauchs einsparen. Zudem sind sie im Einkauf etwa 30 Prozent günstiger als die herkömmlichen Geräte. Die komplette Anlage von Intewa gibt es für rund 700 Euro im Fachhandel. Mit den aktuellen Anlagen ist es nun möglich, Wasser und Energie gleichzeitig zu sparen. Die Investition kann sich damit schon in weniger als zehn Jahren bezahlt machen.
Pumpen und Filter richtig wählen
Zudem sind Anlagen mit Membranpumpe im Betrieb bis zu 55 Prozent leiser als Regenwasserzentralen mit Kreiselpumpe. Sie erreichen gerade einmal einen Lautstärkepegel von etwa 48 dB(A). Das ist etwa so leise wie eine moderne Spülmaschine. Zum Vergleich: Ältere, aber hochwertige Modelle mit Kreiselpumpe erreichen etwa 65 dB(A). Eine einstufige Kreiselpumpe für ein altes Hauswasserwerk ist dagegen schon mal mit 85 dB(A) Lärmbelastung dabei, das ist ungefähr der Krach am Rand einer viel befahrenen Straße. Achtet der Käufer bei seiner neuen Regenwasserzentrale auch auf den richtigen Filter, entfällt zudem der Wartungsaufwand. Der "Purain"-Filter beispielsweise arbeitet mit einem Trapezsieb und ist selbst reinigend.
Bestandsimmobilien: Mit modernem Hauswasserwerk bei der Regenwassernutzung nachrüsten
Bislang wurden Regenwasserwerke fast nur in Neubauten installiert. Durch die neue Technik kann sich aber auch eine Nachrüstung in Bestandshäusern lohnen. Für besonders anspruchsvolle Eigenheimler mit großem Garten, die sehr viel Leistung brauchen, gibt es inzwischen drehzahlgesteuerte Anlagen. Sie kosten allerdings etwas mehr.
Bei beiden Varianten bleibt jedoch festzuhalten, dass man mit der Zukunftsinvestition Regenwassernutzung jetzt noch mehr Wasser- und Stromkosten spart und mit der richtigen Pumpe eine besonders geräuscharme Technik betreiben kann.
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verfasst am 08.02.2012



























