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Kalk im Wasser

Was tun bei Kalk im Wasser? Foto: djd/Ho.F Elektronic
Was tun bei Kalk im Wasser? Foto: djd/Ho.F Elektronic

In diesem Beitrag erfahren Sie:

  • Wie Kalk im Wasser entsteht.
  • Welche allgemeinen Auswirkungen Kalk verursacht.
  • Wie man im Haushalt Kalkflecken entfernen kann.
  • Welche Möglichkeiten es außer Hausmitteln noch gibt, um Kalk im Wasser zu vermeiden.

Wasser – einer der wichtigsten Stoffe in unserem Leben. Wir benötigen ihn um unseren Körper zu versorgen und zu ernähren, uns zu waschen und unsere Kleidung zu reinigen. Alle Lebewesen in der Natur sind mehr oder weniger von ihm abhängig. Ein Großteil unseres Körper besteht aus Wasser, ihn ausreichend zu versorgen – so notwendig wie die Luft zum Atmen.

Wie gelangt Kalk in unser Trinkwasser?

Jeder kennt das: Ein Blick in den Wasserkocher verrät uns, dass unser Trinkwasser Kalk enthält, das sich am Boden des Wasserkochers absetzt. Von Zeit zu Zeit muss dieser, wie viele andere Haushaltsgeräte auch, entsprechend gereinigt werden. Ebenso wie Kalkablagerungen im Bad begleiten sie unseren Alltag. Doch wie kommt der Kalk eigentlich ins Trinkwasser?

Nun, unser Trinkwasser gewinnen wir unter anderem aus Brunnen, Quellen und Oberflächengewässern. Auf seinem Weg in die Haushalte passiert das Trinkwasser beispielsweise auch Seen und Flüsse, dort kommt es bei der Verdunstung mit Luft in Kontakt. Der dabei entstehende Wasserdampf löst Gase, welche sich in der Luft befinden. Diese Gase sind neben nutzbringenden Gasen, wie Sauerstoff und Kohlendioxid auch schädliche Gase, wie Schwefeldioxid, das bei der Verbrennung in industriellen Anlagen entstehen kann. Während dieses Prozesses wird der ph-Wert des Wassers abgesenkt (er wird saurer). Das wiederum hat zur Folge, dass wenn das Wasser dann weiter durch den Boden zu den Wasserwerken und in unsere Haushalte gelangt, es durch den saureren ph-Wert die Eigenschaft besitzt, im Boden Mineralien zu lösen. Der Kalk, den wir zu Hause vorfinden, besteht größtenteils aus Kalzium und Magnesium, aber auch aus Barium und Strontium. Diese Stoffe lösen sich relativ leicht in Wasser auf und werden so zu uns befördert.

Laut Trinkwasserverordnung (TrinkwV2001) ist zwar vorgeschrieben, dass das aufbereitete Trinkwasser, das uns dann erreicht, weder Kalk abscheidend noch korrosiv auf Installationen im Haus wirken darf, Ausnahmeregelungen sorgen jedoch dafür, dass das nicht immer 100%ig eingehalten wird oder werden kann. Wasser ist nur dann nicht kalk abscheidend und korrosiv, wenn es sich im sogenannten Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht befindet. Komplett kalkfreies Wasser liegt also leider teilweise auch in der Verantwortung jedes einzelnen Verbrauchers.

Es gibt aber auch technische Lösungen für die Entfernung und Vermeidung von Kalk im Trinkwasser.

Hartes und weiches Wasser…

In hartem Wasser befinden sich Ionen von Kalzium, Eisen und Magnesium. Diese sind jedoch in unserem im Haushalt eher ungünstig. Hartes Wasser verursacht vor allem Schäden an Haushaltsgeräten durch hartnäckige Kalkablagerungen. Weiches Wasser, wie es auch unser Regenwasser ist, eignet sich für das Gießen von Pflanzen oder eben für einen guten Tee. Geht es um so kleine Dinge, wie das Aufbrühen eines Tees, kann man auch mit einem speziellen Trinkwasserfilter arbeiten, um das Wasser zu enthärten. Geht es an größere Aufgaben, kann etwas größerer Aufwand von Nöten werden. Welche Regionen weiches und welche hartes Wasser aufweisen hängt von den jeweiligen Böden ab und ist hier auf dieser Karte sehr schön erkennen.

Was tun gegen Kalkflecken?

Kalk im Trinkwasser – die besten Hilfsmittel sind manchmal ganz einfach.
So kann man Kalkflecken ganz einfach entfernen:

Kalk im Wasser ist unangenehm. Möchte man eine schöne Tasse Tee oder Kaffee genießen, so sollte dies möglichst ohne störende Kalkspuren geschehen. Im Wasserkocher oder in der Kaffeemaschine zum Beispiel eignen sich schonende Hausmittel, wie eine Mischung aus Wasser und Essig. Hierzu füllt man den Wasserkocher mit Wasser und gibt etwas Essig hinzu. Danach setzt man das Wasser zum Kochen auf und lässt es dann wieder abkühlen. Diesen Vorgang wiederholt man solange, bis der Wasserkocher so sauber ist, dass man ihn wieder kalkfrei benutzen kann. Vorsichtshalber kann man dann den Wasserkocher noch einige Male mit jeweils frischem, essigfreien Wasser, zum Kochen aufsetzen, um unter anderem den unliebsamen Essiggeschmack zu vermeiden.

Essig hilft auch gegen andere Kalkablagerungen zum Beispiel an Stöpseln im Bad oder um den Aufsatz am Wasserhahn oder der Duschbrause wieder kalkfrei zu bekommen. Hierzu ganz einfach eine Schüssel nehmen, die hohe Hitze vertragen kann und dann im Prinzip dasselbe, wie mit dem Wasserkocher tun. Einfach die zu entkalkenden Einzelteile in die Schüssel legen, mit heißem Wasser übergießen und den Essig hinzufügen (Dichtungsringe aus Gummi vorher natürlich entfernen). Diese Mischung kann man bei hartnäckigeren Kalkablagerungen auch länger einwirken lassen oder sogar wiederholen.

Auch Zitronensäure kann helfen, wenn zu viel Kalk im Wasser Ablagerungen auf Oberflächen hinterlässt. Diese einfachen Hausmittel helfen bei leichten bis mittleren Kalkablagerungen bereits sehr gut. Handelsübliche Kalkentferner bestehen zumeist aus gefährlichen Säuren, wie Phosphor- und Salzsäure, welche natürlich mit großer Vorsicht zu verwenden sind.

Bei Kalk im Bad ist allgemein zu sagen, dass es besser ist nach dem Duschen o.ä. überschüssiges Wasser sofort zu entfernen, bevor Kalk überhaupt entstehen kann. Dann braucht man nur schonende Mittel, um diese wenigen Kalkspuren, die dann auftreten, zu entfernen.

Kalk im Haushalt – Schäden an Haushaltsgeräten vermeiden, aber wie?

Kalk im Haushalt lässt sich bei Geräten, wie der Waschmaschine mit speziellen Wasserenthärtern bekämpfen. Tut man nichts gegen den Kalk, können schnell teure Materialschäden entstehen, bis hin zum kompletten Defekt der Maschine.
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der kann für den eigenen Haushalt auch einen professionellen Wasserfilter installieren lassen, dieser wird direkt an die Wasserleitung im Haushalt installiert und filtert das Wasser bevor es an die einzelnen Stationen, wie der Waschmaschine, den Geschirrspüler oder ganz einfach den Wasserhähnen und die Dusche gelangt. In den meisten Fällen ist diese Investition jedoch nicht zwingend notwendig, da die Wasserqualität entsprechend gut ist. Hier sind einige weitere Informationen und Hinweise zu finden, welche Arten und Verfahren es gibt, um Wasser zu filtern und aufzubereiten.

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  • Kalkflecken

verfasst am 24.09.2012

verfasst von Marc-Michael Schoberer

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