Kältebrücken / Wärmebrücken verhindern: Natürliche Baustoffe verbessern die Luft
In diesem Artikel erfahren Sie:
- Dass Kältebrücken eigentlich Wärmebrücken heißen müssten, aber umgangssprachlich oft als Kältebrücken bezeichnet werden
- In welcher Verbindung Kältebrücken mit Schimmel stehen.
- Wie Schimmelpilze in Gebäuden entstehen.
- Welche Baustoffe die Schimmelbildung verhindern.
Schimmelpilze sind allgegenwärtig, ihre Sporen sind so gut wie überall in der Luft zu finden. Zum Problem werden die gesundheitsgefährdenden Mikroorganismen aber nur dann, wenn sie optimale Wachstumsbedingungen vorfinden. Wohl fühlen sie sich überall dort, wo es feucht und warm ist - in Gebäuden zum Beispiel an Stellen, wo sich Kondenswasser niederschlägt. Kann es nicht abtrocknen, entwickelt sich das Pilzgeflecht, und die Konzentration der Schimmelsporen in der Luft kann ansteigen.
Kältebrücken: Naturbaustoffe und Dämmstoffe wirken ausgleichend auf die Luftfeuchtigkeit
Besonders oft zeigt sich der Effekt in nachträglich gedämmten Gebäuden. Verschiedene Gründe können dafür verantwortlich sein. Zum einen unterbinden etwa hoch wärmegedämmte Fenster die "natürliche" Lüftung der Innenräume, die Luftfeuchtigkeit kann zudem durch Kochen, Waschen und die natürliche Verdunstung des Körpers zu hoch werden. Zum anderen ziehen "Kältebrücken" das Tauwasser an, das sich etwa ankalten Fensterrahmen oder nicht richtig gedämmten Bauteilanschlüssen niederschlägt. Und drittens spielen auch die verwendeten Baumaterialien und Wärmedämmungen eine Rolle.
Mineralwolle etwa besitzt nur eine geringe Feuchtespeicher-Kapazität. Wird sie durch hohe Luftfeuchtigkeit nass, verliert sie ihre dämmende Wirkung und verschlimmert den "Kältebrücken-Effekt". Natürliche Baustoffe sind dagegen atmungsaktiv und können Feuchtigkeit speichern. Dämmungen mit Thermo-Hanf etwa können bis zu 30 Prozent ihres Gewichts an Wasser aufnehmen und wieder abgeben, ohne nass zu werden. Damit wirken sie ausgleichend auf die Luftfeuchtigkeit, verhindern die Tauwasserbildung und graben dem Schimmel so das Wasser ab.
Lehm: aktiv für gutes Raumklima
Lehmputzeund Lehm-Trockenbaumaterialien besitzen ebenfalls die Fähigkeit, Feuchte aufzunehmen, diffundieren zu lassen und zu speichern. Sie sind damit ideal für die Innenausstattung von Räumen. Angenehmer Nebeneffekt der Lehm-Baustoffe: sie sind sogar in der Lage, Luftschadstoffe aufzunehmen und zu binden. Damit können sie sogar aktiv die Raumluft verbessern, indem sie etwa Schadstoffe aus Möbeln oder Wohntextilien eliminieren.
Videotipp: Herstellung Thermo-Hanf
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verfasst am 17.04.2012








































