Kreative Deckengestaltung für ein behagliches Wohngefühl

Kreative Deckengestaltung für ein behagliches Wohngefühl und individuelle Wohnraumgestaltung. Foto: djd/Bosch
Kreative Deckengestaltung für ein behagliches Wohngefühl und individuelle Wohnraumgestaltung. Foto: djd/Bosch

Wie man mit professioneller Deckengestaltung erstaunliche Effekte bei der Wohnraumgestatung erzielen kann.

In diesem Beitrag erfahren Sie:

  • Wie individuell Deckengestaltung sein kann.
  • Welche Möglichkeiten die moderne Wohnraumgestaltung bietet.
  • Wie man die Deckengestaltung nutzen kann, um Energiekosten zu sparen.
  • Wie Materialien das Raumklima beeinflussen können.

Wer im eigenen Heim gern selbst kreativ wird der weiß, dass man mit den verschiedenen Materialien ein ganz individuelles Wohngefühl erschaffen kann. Das gilt nicht nur für die Wände, die man mit verschiedenen Tapeten, Farben und Putz gekonnt aufwerten kann. Oft ist es nur eine Frage der Raumgestaltung beziehungsweise der Farbe, wie groß oder klein, gemütlich oder eben auch ungemütlich ein Raum wirken kann und wie gern man sich dementsprechend in ihm aufhält. Neben den Wänden lassen sich jedoch auch tolle Effekte mit einer passenden Deckengestaltung erzielen.

Kreative Wohnraumgestaltung: Auf die Bauweise kommt es an

Je nachdem, ob man einen schmalen Raum mit einer hohen Altbaudecke oder einen breiten Raum mit einer niedrigen Decke gestalten möchte. Die Bauweise der Örtlichkeit gibt immer schon eine gewisse Richtlinie vor. Damit man sich in einem schmalen Raum mit hoher Decke, beispielsweise nicht wie in einem Fahrstuhlschacht fühlt, ist es förderlich eine dezente Farbe zu wählen, welche die Decke optisch nach unten bringt. Bei niedrigen Decken ist es genau anders herum, hier sollte man auf farbige Deckengestaltung weitgehend verzichten oder nur sehr helle Töne nutzen, die zudem heller als die Wandgestaltung sind. Auch ein Online-Wohnraumplaner kann bei der Wohnraumgestaltung helfen.

Deckengestaltung mit Tapeten und Putz

Die herkömmliche Art und Weise Zimmerdecken zu gestalten ist zum einen das ganz gewöhnliche Aufbringen von Farbanstrichen, aber auch das Kleben von Tapeten. Das können ganz einfache Tapeten sein oder aber auch Motivtapeten und Spezialtapeten. Je nach Deckenart gibt es zuvor jedoch einige Punkte zu beachten, bevor es mit der eigentlichen Gestaltung losgehen kann. Allerdings kann man eine Decke, ebenso wie eine Zimmerwand, natürlich auch mit Putz verschönern. Da gibt es Putze in unterschiedlichen Strukturen, Körnungen und Farbtönen, mit denen man je nach Einsatzort verschiedene Raumklimata erreichen kann. Allein verschiedene Farben bewirken in uns, oft auch unbewusst, verschiedenste Stimmungslagen, so kann man sich also vorstellen, welche Auswirkungen die Materialien in unseren Wohnräumen auf uns ausüben können. Sogenannter Buntsteinputz bringt zudem abwechslungsreiche Effekte und Farben ins Spiel. Der kreativen Wohnraumgestaltung sind fast keine Grenzen gesetzt.

Wie in anderen Lebensbereichen auch gibt es auch bei der Raum- speziell bei der Deckengestaltung ökologische Materialien, die sich natürlich positiv auf unser Wohlbefinden auswirken können. Die eigene Auswahl ist jedoch auch hier eine ganz persönliche Angelegenheit.

Deckengestaltung mit Spann- und Lichtdecken

Normalerweise besteht eine Zimmerdecke aus einer mit (Fassaden-) Putz bearbeiteten Oberfläche. Wer nicht einfach nur tapezieren und streichen, oder gar eine Holzvertäfelung anbringen möchte, für den gibt es auch noch die Möglichkeit eine sogenannte Spanndecke anzubringen.

Spanndecken

Spanndecken bestehen aus einer PVC- bzw. Polymer - Folie, die sich dann in speziell dafür gefertigte Halterungsleisten an der Decke montieren lässt. Hierbei werden zunächst die Halterungsleisten angebracht und dann die Folie an den Leisten fixiert. Die überstehenden Enden werden sauber abgetrennt und eventuelle Falten in der Folie mit Heißluft entfernt. Spanndecken gibt es in den verschiedensten Farben, Formen und Oberflächenstrukturen. Je nach Raum gibt es dabei bestimmte Vorkehrungen, die einzuhalten sind beispielsweise in Feuchträumen oder im Außenbereich.
Es gibt sie in matt oder glänzend, aber auch in Form einer Lichtdecke. Obwohl man es im ersten Moment vielleicht nicht vermuten mag, so lassen sich in Spanndecken ganz normal auch Deckenbeleuchtungen anbringen. Spots oder Deckenventilatoren sind auch hier kein Problem, eine ausführliche Beratung ist hier jedoch unerlässlich, um vor allem eine sichere Montage und Stabilität gewährleisten zu können. Wie eine Spanndecke angebracht wird, erfahren Sie in diesem anschaulichen 3D-Montage-Video.

Lichtdecken


Dass man mit Licht verschiedene Stimmungen schaffen kann, wissen wir alle. Lichtdecken sind eine Sonderform der Spanndecke. Hierbei werden ebenfalls Folien in eine bestimmte Form gebracht. Diese Folien sind allerdings lichtdurchlässig und gestatten daher eine individuelle Beleuchtung. Lichtdecken lassen sich für den privaten als auch den Arbeitsbereich prima einsetzen, um beispielsweise eine entspanntere Atmosphäre zu schaffen, was unter anderem in einem Warteraum einer Arztpraxis durchaus sinnvoll sein kann. Die verschiedenen Lichteffekte können farblich und von der Form variieren und den Bedürfnissen des Raumes angepasst werden oder auch für spezielle Präsentationszwecke genutzt werden. Ein Farbwechsel lässt sich ebenso integrieren wie nur eine einzige Lichtfarbe. Lichtdecken sind also eine wirklich sehr kreative Art und Weise der Deckengestaltung.

Stuckdecken - barockes Flair im eigenen Heim

Stuck kann durchaus schmuckvoll sein, ohne dabei überladen zu wirken. Für den ein oder anderen drängt sich hier vielleicht erst einmal ein Bild von überladenen Räumen mit barocken Möbeln und Stuckelementen auf, doch Stuck kann auch durchaus dezent verarbeitet werden. 

Woraus besteht Stuck? Stuck, das ist ein Gemisch aus Gips, Kalksteinmehl, Sand und Wasser oder Leim. Mit Stuck lassen sich neben dekorativen Sockel- und Deckenleisten und Kaminumrandungen durchaus dekorative Deckenelemente und – Ornamente gestalten. Diese können je nachdem, wie man es gern mag, breiter oder schmaler, mehr oder weniger reich an Einzelelementen sein.

Stuckelemente selbst herstellen oder vom Profi?

Die moderne Wohnraumgestaltung bezieht die Gestaltung mit Stuckelementen durchaus mit ein. Bereits kleine Stuckelemente kann man mit entsprechenden Gießformen selbst herstellen, größere sollte man dann doch lieber dem Stuckateur überlassen, bevor einem die Decke nicht nur buchstäblich auf den Kopf fällt.
Stuck lässt sich prima verarbeiten, formen und färben, wobei das klassische Weiß zu den meisten Wohnräumen doch am besten passt. Wer es jedoch gern etwas ausgefallener mag, der darf natürlich auch zur Farbe greifen und seiner Fantasie freien Lauf lassen.

Holzdecke – muss nicht immer rustikal sein

Holz ist ein Baustoff, der ein sehr heimeliges Wohngefühl schaffen kann. Waren es früher oft dunkle Holzdecken und Vertäfelungen, lassen sich allein schon durch die Farbwahl durchaus luftigere Deckenkonstruktionen über einen Teil oder die ganze Decke anbringen, ohne dabei zu erdrücken. Beispiele hierzu liefert der sogenannte Landhausstil, der zwar rustikal, aber nicht überladen wirkt.
Wer auf seine, vielleicht mühevoll durch einen Tischler angebrachte, Holzdecke nicht verzichten möchte, für den besteht die Möglichkeit diese entweder wieder aufzuarbeiten oder ihr einen neuen Impuls zu verleihen.

Deckenaufhellung mit einem Airless-Gerät

Streichen wäre sehr mühsam, daher empfiehlt es sich hiezu ein Airless-Gerät zu verwenden. Sofern man kein Eigenes besitzt, kann man es auch gegen eine geringe Leihgebühr bei vielen Heimwerker-Märkten und Maschinenverleihen ausleihen. Die zu bearbeitende Fläche wird zunächst von Staub und Fett gesäubert. Ein Anschleifen ist in der Regel nicht notwendig. Die gewünschte Farbe kann dann in das Gerät gefüllt und direkt auf die Fläche gesprüht werden. Dabei sollte man darauf achten den passenden Abstand zur Decke einzuhalten, um zum Beispiel Nasenbildung vorzubeugen. Auch sollte man zuvor gründlich abkleben, was man nicht mit der Farbe besprühen möchte. Eine gute Vorarbeit ist das A und O.

Deckendämmung – Heizkosten sparen

Die Deckengestaltung als solches ist natürlich nicht nur eine Möglichkeit sein Heim zu verschönern, sondern bietet auch die Gelegenheit wichtige Faktoren, die einen Beitrag zur Energieersparnis leisten, zu bedenken und zu verbessern. Bevor man also beispielsweise eine Spanndecke, Rigipsdecke oder Holzvertäfelung anbringt, ist der Zeitpunkt ideal, falls noch nicht geschehen, etwas für die Energieeffizienz zu tun. Denkbar wäre eine Wärmedämmung aus Cellulose, Steinwolle und anderen hochwertigen Materialien. Oftmals kann man für die Wärmedämmung sogar eine Förderung erhalten. Wenn man also gerade schon mit der Renovierungsarbeit zugange ist, dann ist das der ideale Zeitpunkt an eine entsprechende nachträglich angebrachte Wärmedämmung zu denken.

Zweckgebundene Deckengestaltung

Neben rein optischen Ansprüchen, die an eine Decke gestellt werden können, gibt es natürlich auch rein praktische Gründe, wie zum Beispiel die eben genannte Wärmedämmung um Energiekosten sparen zu können. Es gibt jedoch auch Einsatzgebiete, bei denen eine Decke bestimmte Eigenschaften aufweisen muss, damit sie Ansprüchen gerecht wird, die für die Ausführung professioneller Arbeiten wichtig sind. So gibt es beispielsweise spezielle Hitzeschutzdecken, die besonders hohen Temperaturen standhalten müssen. Ein weiteres Beispiel ist ein Aufnahmestudio, in dem bestimmte schallschluckende Eigenschaften herrschen müssen, damit die Aufnahmen gelingen können.

Decke ist also nicht gleich Decke, auch wenn wir sie gern mal bei der Wohnraumgestaltung außer Acht lassen. Gestalten Sie Ihre individuelle Zimmerdecke doch auch einmal ganz unkonventionell.

Deckengestaltung mit Licht durch Fertiggauben

Wer ein Dachgeschoss nutzt, dem bleibt mitunter nur wenig Raum für kreative Deckengestaltung. Doch auch wenn man keine dekorativen Elemente, wie Stuck, anbringen kann, so kann man doch für ein behagliches Wohngefühl sorgen. Fertiggauben lassen sich prima im Nachhinein in ein bestehendes Dach integrieren. Dunkle Räume erhalten so ein ganz neues Wohngefühl. Die verschiedenen Modelle ermöglichen den Einbau in fast jedes Gebäude, Voraussetzung ist natürlich ein tragfähiges Dach.

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verfasst am 24.10.2012

verfasst von Marc-Michael Schoberer

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