Auf Winterreifen wechseln: Eine Investition für mehr Sicherheit

- Winterreifen wechseln: Bei Schnee und Glatteis führt an einer passenden Bereifung kein Weg vorbei. Autofahrer sollten frühzeitig auf die wintertauglichen Pneus umsteigen. Foto: djd/Delticom
In diesem Artikel erfahren Sie:
- Warum es nicht nur wegen der gesetzlichen Winterreifen-Pflicht so wichtig ist, die Reifen zu wechseln.
- Wie die spezielle Gummimischung und Profilgestaltung Sicherheit gibt.
- Weshalb gerade auch Autofahrer, die sich selten hinter das Steuer setzen rechtzeitig die Reifen wechseln sollten.
Spätestens wenn das Thermometer weniger als sieben Grad Celsius anzeigt, wird es höchste Zeit: Dann sollte man auf Winterreifen wechseln. Denn nicht erst bei Eis und Schnee, sondern ebenso bereits bei niedrigen Außentemperaturen bieten die Spezial-Pneus deutlich mehr Grip als die Sommerreifen - eine echte Investition in die Sicherheit, die sich bei der nächsten Vollbremsung oder einem Ausweichmanöver buchstäblich bezahlt machen kann.
Winterreifen: Auf das Profil kommt es an
Aufgrund ihrer speziellen Gummimischung, die bei kalten Temperaturen nicht so schnell verhärtet, und der typischen Profilgestaltung sind die Reifen gut auf die herbstlichen und winterlichen Straßenverhältnisse ausgerichtet. Eine Sicherheitsprofiltiefe von mindestens vier Millimetern ermöglicht auch auf Schnee, Matsch und Eis eine optimale Bodenhaftung und sichere Mobilität. Neben dem Mindestprofil, das man ohnehin regelmäßig kontrollieren sollte, wird von Automobilclubs empfohlen, keine Reifen zu benutzen, die älter als sechs Jahre alt sind.
Winterreifen rechtzeitig wechseln
Generell sollte man rechtzeitig die Winterreifen wechseln - und vor dem Wechsel sicherheitshalber überprüfen, ob die Reifen nicht erneuert werden müssten. Das gilt nicht nur für Autofahrer, die viele tausende Kilometer zurücklegen, sondern auch erst recht für diejenigen, die sich nur selten oder nur für Kurzstrecken hinters Steuer setzen. Auf jeder Fahrt, ganz gleich wie weit, sind Winterreifen in der nass-kalten Jahreszeit aus Sicherheitsgründen die erste Wahl. Denn selbst kürzere Wege können im Winter zu gefährlichen Schlitterpartien mit unerwünschtem Ausgang werden. Auch ist es wichtig, dass gesamte Auto winterfit zu machen.
Gesetzliche Winterreifen-Pflicht
Nicht nur die Vernunft empfiehlt im Übrigen, auf Winterreifen zu setzen - der Gesetzgeber fordert es ebenfalls: Seit Dezember 2010 bereits schreibt die Straßenverkehrsordnung für Deutschland die passenden Reifen bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte vor. Wer bei derartigen Witterungsverhältnissen auf Sommerreifen unterwegs ist, muss mit einer Geldbuße und sogar Punkten in Flensburg rechnen.
Online den passenden Winterreifen finden
Doch welcher Winterreifen passt zum eigenen Auto? Unter mehr als 100 Reifenmarken und über 25.000 Reifentypen können Interessierte sich ihre passenden Reifen auswählen. Welcher Fahrzeugtyp welchen Reifen benötigt, lässt sich mit wenigen Mausklicks ermitteln. ADAC-Mitglieder erhalten im deutschen Onlineshop zudem drei Prozent Nachlass auf Reifen und Kompletträder.
Ab Oktober teurer (in aller Regel)

- Foto/Quelle: Idealo
- Durchschnittliche Preissteigerung der Winterreifen im September-Oktober-Vergleich 2011 von 9%. Dies entspricht einem Anstieg von durchschnittlich mehr als 30 Euro für ein Set von vier Reifen.
- Die Preise in der zweiten Oktober-Hälfte im Vergleich zu den ersten beiden Oktober-Wochen stiegen sogar um 16,1 %.
- Im Analysezeitraum haben die Hersteller Michelin mit 18,79 %, Hankook mit 15,26 % und Vredestein mit 12,55 % ihre Reifenpreise besonders angezogen.
- Michelin's Winterreifen-Modell Alpin A4 195/65 R15 91T und Continental's Winterreifen-Modell WinterContact TS 800 175/65 R14 82T verbuchen jeweils sogar eine Preissteigerung um 53%.
- Während die Durchschnittspreise pro Reifensatz im Oktober und November am höchsten sind, haben August, September und Dezember die niedrigsten Winterreifenpreise zu verzeichnen.
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verfasst am 06.09.2012































