Unfallgefahren im Winter
Achtung, Laub!
In diesem Artikel erfahren Sie:
- warum Laub die Bahn behindert.
- wie Sie sich vor den finanziellen Folgen eines Unfalls schützen.
Zusätzlich halten wir für Sie bereit: Kostenlose PDFs, nützliche Links und Videos rund um das Thema "Sicher durch den Winter".
Züge im Herbst fahren langsamer – Unfallgefahr steigt
Was für den einen die romantische Zeit des Jahres ist, erzeugt bei Eisenbahn-Pendlern bestenfalls Stirnrunzeln: der Herbst. Denn die goldene Blätterpracht kann Schienen stellenweise in Rutschbahnen verwandeln und die Lokführer zwingen, die Hand vom Gas zu nehmen. Der Grund: Wo viel Laub auf die Gleise fällt, entsteht ein so genannter Schmierfilm. Der Effekt ist ähnlich, wie ihn Autofahrer im Straßenverkehr bei Eis und Schnee kennen: Wird es glatt, muss vorsichtiger gefahren werden, weil sich das Bremsverhalten der Fahrzeuge verändert. Vorsorglich reduziert das Eisenbahn-Bundesamt daher in dieser Zeit die zulässige Höchstgeschwindigkeit bestimmter Zug-Baureihen. Zum Beispiel dürfen einige S-Bahnen und Regionalbahnen in NRW während der Herbstlaub-Saison statt 140 nur 120, stellenweise auch nur 100 Stundenkilometer schnell fahren. Die Folge können Verspätungen von wenigen Minuten sein.
Verspätungen unvermeidbar
Gleichzeitig bemüht sich die Bahn Verspätungen soweit irgend möglich zu verringern. So wurde bereits vor Herbstbeginn das Schienennetz kontrolliert und mit frühzeitigem Grünschnitt allzu großem Laubfall vorgebeugt. Im Einsatz ist zusätzlich in der heißen Herbstphase das "SPS": ein Schienenpflegesystem, das außerhalb der Stoßzeiten - vornehmlich nachts - die gefährdeten Strecken mit Hochdruck vom Schmierfilm befreit, der durch das Herbstlaub auf den Schienen entsteht. Damit wird das Problem zwar nicht völlig beseitigt - denn Blätter fallen rund um die Uhr und bei viel Verkehr kann das SPS nicht fahren - doch immerhin etwas abgemildert.
Unfälle beim Aus- und Einsteigen
Doch nicht nur Verspätungen sind die Folgen von herbstlichem Laubfall. Auch das Ein- und Aussteigen wird riskanter. Das gilt für alle öffentlichen Verkehrsmittel. Wenn es dann zu einem Unfall kommt, können die Folgekosten hoch sein. Absicherung erfolgt am besten mit einer Unfallversicherung. Diese ist erschwinglich und leistet beispielsweise Krankenhaustagegeld.
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verfasst am 07.10.2010





































